Kaarst: Markant Möbel muss schließen

Traditionsunternehmen aus Kaarst : Markant-Möbelhaus wird Kaarst verlassen

Der Mietvertrag wurde nicht verlängert und die Suche nach neuem Laden ist schwierig.

. Mehr als 25 Jahre lang gibt es den Massivholzspezialisten Möbel Markant an der Weckenhofstraße, Ende des Jahres ist aber Schluss: Weil der Grundstückseigentümer andere Pläne hat, wurde der Mietvertrag nicht verlängert. Mittlerweile hat Markant-Inhaber Götz Kreßner die Nachricht verdaut. „Mittlerweile bin ich nicht mehr traurig, das habe ich hinter mir. Es ist nicht schön, wenn man nach so vielen Jahren rausfliegt. Aber wenn eine Tür zugeht, geht irgendwo eine neue auf“, sagt Kreßner. Der auslaufende Mietvertrag hätte verlängert werden müssen, aber der Grundstückseigentümer hat etwas anderes im Sinn. Er will das mehr als 50 Jahre alte Gebäude abreißen lassen. Kreßner stellt klar, dass Markant nicht pleite ist. „Das denken viele Leute, so ist es aber nicht“, sagt er.

Zuvor muss es allerdings noch komplett leer geräumt werden. Und dafür muss Kreßner mit seinem Team sorgen. „Wir müssen zwar erst Ende des Jahres raus, werden aber schon im November zu machen, weil wir noch ein bisschen aufräumen müssen“, sagt er. Kreßner hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Grundstück zu kaufen, war am Ende aber chancenlos. Doch die Marke Markant soll im Rhein-Kreis bleiben. Wo, weiß Kreßner noch nicht, sicher ist nur, dass er auf der Suche nach einem geeigneten Ladenlokal ist. „Es ist nicht einfach, etwas passendes zu finden“, sagt Kreßner. Zum einen muss die Quadratmeterzahl passen – derzeit stellt Markant auf rund 3000 Quadratmetern aus. Zum anderen ist die Lage wichtig, auch im Hinblick auf die Anlieferung. „Es muss schon das Richtige kommen, sonst gehe ich das Risiko nicht ein“, sagt Kreßner.

Die Stadt konnte kein
geeignetes Objekt anbieten

Weil die Stadt Kaarst Kreßner kein Angebot unterbreiten konnte, das seinen Vorstellungen entspricht, wird er sich voraussichtlich aus Kaarst verabschieden. Zuvor müssen aber noch die restlichen Möbel verkauft werden. „Ohne wenn und aber, die Möbelstücke müssen jetzt raus. Die Preise haben daher mit den üblichen Marktpreisen nichts mehr zu tun“, gesteht Kreßner, der sich „ganz herzlich“ für die „langjährige Treue und das Vertrauen“ bei seinen Kunden bedankt. „Auch im Namen meiner Mitarbeiter“, sagt er.

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