Spendenaktion in Kaarst gestartet Idee der Wunschbaumaktion bleibt aktuell

Kaarst · Im Kaarster Rathaus steht seit Montag wieder der jährliche Weihnachtswunschbaum mit 320 Karten von bedürftigen Kindern und Erwachsenen. Die Idee hatte Georg Gaspers vor 16 Jahren.

Alle Jahre wieder wird das Foyer des Kaarster Rathauses durch einen besonderen adventlichen Blickfang geschmückt: Pünktlich vor dem ersten Advent wartet ein Weihnachtswunschbaum darauf, dass ihm 320 Karten abgenommen werden – auf roten Karten haben bedürftige Erwachsene, auf grünen Karten Kinder ihre Herzenswünsche notiert. Am Montag hat Initiator und Gärtnermeister Georg Gaspers gemeinsam mit Helfern den von ihm gespendeten Baum aufgestellt: „Diese Nordmanntanne ist 4,50 Meter hoch“, berichtet der Fachmann. Beim Schmücken des prächtig funkelnden Baums halfen ihm Partnerin Michaela Orzesek und Enkelin Elina (16). Den Schmuck bastelten Kinder des Offenen Ganztags der Grundschule Stakerseite im vergangenen Jahr.

Gaspers hatte vor 16 Jahren die Idee zum Wunschbaum für in Not geratene Kinder. Später kamen die Stadt Kaarst, der Verein „Kaarster helfen“ sowie die katholische und evangelische Kirchengemeinden als Kooperationspartner hinzu. Seit drei Jahren ist auch die Aktion „Weihnachtsschuhkarton“ dabei. Bürgermeisterin Ursula Baum betonte in ihrer Begrüßung, dass die Idee der Wunschbaumaktion aktuell bleibt, weil sie einfach so gut und ein wahres „Erfolgsmodell“ ist. Es sei bewegend, dass sich viele Erwachsene Hygieneartikel wünschten – Dinge, die für andere selbstverständlich sind. Es sind erfüllbare Wünsche wie ein Nassrasierset, graue Bettwäsche oder einfach nur Waschmittel.

Die Kinder wissen ganz genau, was ihr Herz begehrt: ein ferngesteuerter Dinosaurier mit roten Augen, Babyspielzeug, ein Bastelset, das Kuscheltier Pikachu oder ein Fußballtrikot des brasilianischen Superstars Neymar. Manchmal ist auch nur das Wort „Überraschung“ zu lesen. Die Karten sind anonymisiert, ab und zu stehen Alter und Geschlecht des Kindes dabei. Georg Gaspers hofft wieder auf reißenden Absatz der Karten. Leo Erdtmann von „Kaarster helfen“ freut sich, wenn auch Erwachsenen geholfen werden kann: der Wunschbaum sei eine tolle Kaarster Aktion mit Alleinstellungsmerkmal. Der evangelische Pfarrer Martin Pilz lobt das „punktgenaue Helfen“ und sein katholischer Kollege Gregor Ottersbach bedankte sich bei allen Unterstützern der Wunschbaumaktion. Den Gratis-Druck der Karten, Flyer und Plakate hatten wieder Josef und Sabine Rütten von der Firma KLR Lettershop übernommen.

Info Abgabe der Geschenke: 8. Dezember, 14 bis 17 Uhr, 14. Dezember, 17 bis 19 Uhr, 16. Dezember: 10 bis 14 Uhr.

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