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Kaarst: Grüne wollen Platz "Am Siepbach" essbar machen

Nachbarschaftstreff in Kaarst : Am Siepbach: Ideen der Grünen abgelehnt

Die Grünen hatten Sträucher mit essbaren Früchten und Gemüsebeete vorgeschlagen.

Für das Projekt „Grüne Achse“ wird der Platz Am Siepbach neu gestaltet. Im Planungs- und Verkehrsausschuss stellte Sebastian Fürst, Geschäftsführer des Düsseldorfer Büros für Landschaftsarchitektur +Grün, die Planung vor. Und obwohl sie mit den Anwohnern abgestimmt worden ist, brachten die Grünen weitere Verbesserungsvorschläge ein.

Die Umgestaltung wird knapp 109 000 Euro kosten. Heiner Hannen (Grüne) brachte das Thema „Essbare Stadt“ ins Gespräch. Seine Fraktion hatte beantragt, dass in den Beeten um den Platz auch Haselnuss- und Beerensträucher gepflanzt werden. Außerdem sollte eine der Flächen als Gemüsegarten vorgesehen werden. Die Verwaltung soll auch prüfen, welche Voraussetzungen geschaffen werden können, um auf dem Platz einen Trinkbrunnen zu installieren. Einen solchen kann sich Hannen auch auf einem neugestalteten Platz zwischen Pfarrkirche St. Martinus und dem alten Rathaus vorstellen.

Auf die Anpflanzung von Haselnuss-Sträuchern sollte verzichtet und die Themen „Gemüsegarten“ und „Trinkbrunnen“ vertagt werden – so wurde abgestimmt. Dafür sprachen sich lediglich die Grünen, Die Linke und die UWG aus. Ohne Gegenstimmen (bei zwei Enthaltungen) wurde das Bauprogramm beschlossen. Mit der „Essbaren Stadt“ hatten viele Ausschussmitglieder ein Problem. „Dieser Standort ist dafür nicht geeignet“, hatte Fürst zu verstehen gegeben. „Die Hygiene ist nicht gewährleistet“, gab Rainer Milde (CDU) zu bedenken. Er dachte dabei an Hunde und ihre „Hinterlassenschaften“. Claude Köppe (Die Grünen) konnte diese Bedenken nicht so ganz nachvollziehen: „Die Hundebesitzer sind ja verpflichtet, die Hinterlassenschaften zu entfernen.“

Die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart erklärte, die Vorschläge seien von Bürgern nicht vorgebracht worden. Geplant ist eine behutsame Umgestaltung: So soll die Kastanie als zentrales Element des Platzes bestehen bleiben. Die den Platz säumenden Bäume werden erhalten und in die neuen Vegetationsflächen integriert. Der Platz wird eine runde Formensprache verliehen bekommen, der hohe Grünanteil soll das Klima vor Ort verbessern und den Insekten Nahrung bieten.

Das Bauprogramm wird in der kommenden Woche vom Umweltausschuss beschlossen, dann folgen Ausschreibung und Umsetzung. barni