Charity-Aktion für Deutsche Kinderkrebsstiftung Zwei Kaarster radeln für guten Zweck nach Paris

Kaarst · Für Michael Feilen und Thorsten Ruschhaupt beginnt am kommenden Sonntag (30. Juni) eine harte Woche: Die beiden Kaarster fahren mit ihrem ehrenamtlichen Rennradteam für den guten Zweck 1000 Kilometer nach Paris.

Die Kaarster Thorsten Ruschhaupt (l.) und Michael Feilen brechen am nächsten Sonntag mit ihren Rennrädern von Essen aus nach Paris auf.

Die Kaarster Thorsten Ruschhaupt (l.) und Michael Feilen brechen am nächsten Sonntag mit ihren Rennrädern von Essen aus nach Paris auf.

Foto: Michael Feilen

Das letzte Training mit dem ehrenamtlichen Radrennteam „Rynkeby RheinRuhr“ haben Michael Feilen und Thorsten Ruschhaupt am Samstag absolviert, nun kann es losgehen: Die beiden Kaarster brechen mit 39 weiteren Teammitgliedern am Sonntag ab Essen in Richtung Paris auf. 1000 Kilometer und rund 5500 Höhenmeter wird das Duo mit dem Rennrad absolvieren.

Jedes der 65 europäischen Teams, darunter neun aus Deutschland, die an der „Tour de Paris“ teilnehmen, muss mindestens 1000 Kilometer fahren. „Daher fahren wir eine Schleife“, sagt Feilen im Gespräch mit der Redaktion. Erst fährt sein Team durch Belgien, wo der berüchtigte Anstieg „Mur de Huy“ mit einer Steigung von bis zu 20 Prozent wartet. „Als Flachlandfahrer ist das schon anstrengend“, sagt Feilen. Der Tross bewältigt täglich 150 bis 200 Kilometer und fährt in Zweierteams nebeneinander. „Das ist etwas anderes, ob man alleine oder im Team fährt“, sagt der Kaarster. So müsste im Team auch auf den richtigen Abstand zueinander geachtet werden.

Das Gute ist aber: „Wir fahren alles gemeinsam, niemand bleibt allein. Da wird auch mal die Hand aufgelegt, wenn ein Teammitglied sich bei einem Anstieg schwertut“, erklärt er. Wer im Team dabei sein will, muss 2500 Trainingskilometer nachweisen können. „Es gibt sechs Pflichttrainings mit dem Team“, so Feilen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr fehlen dem Kaarster knapp 500 Trainingskilometer (4000 statt 4500), allerdings freut er sich auf die Tour. „Wenn wir in Paris einfahren, ist das schon sehr beeindruckend. Und unterwegs trifft man auch immer andere Teams, wir sind sogar teilweise im gleichen Hotel“, erklärt er.

Voriges Jahr sammelten die Deutschland-Teams 465 000 Euro

Wenn das Team „Rynkeby RheinRuhr“ am Sonntag um 10 Uhr in Essen startet, geht es in erster Linie darum, Spendengelder für die Deutsche Kinderkrebsstiftung zu sammeln. Das erklärte Ziel aller rund 2700 Teilnehmer an diesem Projekt ist es, möglichst viele Spenden für Einrichtungen und Organisationen in ihren jeweiligen Heimatländern zu sammeln, die sich der Behandlung, Nachsorge und Erforschung von Krebserkrankungen bei Kindern widmen. „Mittlerweile ist mir der karitative Gedanke wichtiger geworden. Wenn man die Leidensgeschichten der Kinder hört, wird man schon emotional“, sagt Feilen. Im vergangenen Jahr sind allein durch die Aktion „Cash pro Kilometer“, bei der jeder Fahrer für eine bestimmte Kilometeranzahl Geld von Sponsoren erhält, 109 000 Euro zusammengekommen. Alle Deutschland-Teams sammelten 2023 465 000 Euro, die neun Länder zusammen über 9,5 Mio. Euro für den guten Zweck.