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Hiroko Töniges zeigt Bilder im Artraum Thielemann

Hiroko Töniges zeigt Bilder im Artraum Thielemann

Von der japanischen Künstlerin sind 25 Werke aus verschiedenen Serien zu sehen.

Kaarst. Wilfried Thielemann präsentiert zurzeit in seinem „Artraum Thielemann“ an der Sperberstraße 25 Bilder der japanischen Künstlerin Hiroko Töniges. Einige der Arbeiten waren bereits im National Art Center in Tokyo, der Heimatstadt der Künstlerin, zu sehen. In Kaarst zeigt sie jetzt Bilder aus unterschiedlichen Serien.

Hiroko Töniges lebt seit 46 Jahren in Deutschland. Sie studierte an der Europäischen Akademie in Trier und an der Universität Dortmund bei Rainer Kleinschmidt und Peter Schubert. In Kaarst zeigt sie die Vielfalt ihrer Arbeiten. Besonders beeindruckend sind die Alltagsszenen aus dem dicht bevölkerten Japan.

Dort stehen Menschen im Mittelpunkt — Menschen, die inmitten von Architektur isoliert wirken. Für Hiroko Töniges sind diese Bilder der Beweis, dass es auch im hektischen Großstadtleben ruhige Plätze gibt. So gekonnt sie den Menschen in Szene setzen kann, so gelungen sind auch ihre Landschaftsimpressionen, auf denen kein Lebewesen zu sehen ist. Inspirieren ließ sie sich vor allem vom Death Valley in den USA. Die Farbschattierungen während des Sonnenauf- und -untergangs ziehen Fotografen in Scharen an. Hiroko Töniges setzte diese Eindrücke mit Pinsel und Farbe um. Sie malt fast ausschließlich mit Ölfarbe. Einzige Ausnahme sind die Früchtebilder in Acryl — einige davon sind jetzt im Artraum Thielemann zu sehen.

Hiroko Töniges, die als 20-Jährige ihr Land verlassen hat und seit anderthalb Jahren in Düsseldorf lebt, ist auch eine hervorragende Porträtmalerin. Aus der Reihe „Powerfrauen“ ist das Porträt der ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth zu sehen. Es sind aber nicht nur Prominente, die die porträtiert: In den USA war ihr eine junge Pubertierende aufgefallen, die auf einem riesigen Kohlfeld arbeitete und deren Lebensunzufriedenheit unübersehbar war — Hiroko Töniges fotografierte das Mädchen und malte später ein Bild.

Die Ausstellung ist bis 20. Dezember geöffnet, mittwochs bis samstags von 15 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung unter 02131/ 605257 oder 601470. barni