Ausstellung am Rathausplatz Kaarst Eindrücke aus einer „Welt der Streifen“

Büttgen · 15 Kaarster Künstlerinnen und Künstler haben sich mit dem Thema „Welt der Streifen“ auseinandergesetzt und stellen ihre Arbeiten gemeinsam aus. Bürgermeisterin Ursula Baum wies bei der Eröffnung auf die enorme Vielfalt der Arbeiten hin.

 Eine Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern aus Kaarst präsentiert gemeinsam Arbeiten zum Thema „Welt der Streifen“.

Eine Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern aus Kaarst präsentiert gemeinsam Arbeiten zum Thema „Welt der Streifen“.

Foto: Stefan Büntig

(barni) In der Städtischen Galerie in Büttgen wurde am Freitagabend eine Ausstellung mit 15 Kaarster Künstlerinnen und Künstlern eröffnet. Sie heißt „Welt der Streifen“ und ist noch bis zum 12. Mai geöffnet.

Das Thema wurde auf höchst unterschiedliche Weise umgesetzt. Sabine Eich visualisierte die Gefahr, in der sich die Meinungsfreiheit fast weltweit befindet: Da ist ein Gesicht zu sehen mit einem schwarzen Streifen vor dem Mund. Petra Missal scheint ihre freie Malerei durch vertikal ausgerichtete Streifen bändigen zu wollen. Das Besondere daran: Diese Farbstreifen wurden aufgeklebt, nicht aufgemalt. Die Mehrfarbenlinoldrucke von Maria Höveler zeigen unter anderem einen Orang-Utan mit einem Streifen über der Augenpartie. Der Affe steht als Symbol für den Menschen.

Bürgermeisterin Ursula Baum hatte in ihrer Begrüßungsrede nicht ohne Grund auf die Vielfalt der gezeigten Arbeiten hingewiesen. Da ist zum Beispiel Thomas Weiers mit seinen gelungenen Fotos wie „Nature meets stripes“: Farbige Streifen und mittendrin Insekten. Trudi Sommer-Knuppertz rückt nicht wegen des vorgegebenen Mottos von ihren Lieblingsmotiven ab: Ihre Tanzenden wirken allerdings wie der Teil eines Films, und Filme werden ja oft auch als Streifen bezeichnet, also passt die Kunst zum Motto. Erika Jörgenshaus zeigt Bilder, wie man sie von ihr kennt und erwartet: Menschen voller Energie. Die Streifen sieht man nur, wenn man genau hinschaut: Sie tauchen in Form von Strichcodes auf, wie man sie auf Waren aller Art findet. Petra Groh‘s Exponate wirken streng wissenschaftlich, sie sind geprägt von Kreisen, vor allem aber von Linien. Schwarz und Türkis müssen als Farben ausreichen. Im Hintergrund sind mathematische Formeln zu sehen, die jedoch keine Relevanz haben. Uli Fern zeigt diesmal keinen aufgewühlten Himmel, dunkel und wolkenschwer. Muss er auch nicht, ein Himmel dieser Art ist ja jeden Tag in natura zu sehen. Er ist in der Ausstellung mit zwei Warnbaken-Bildern vertreten. Das grelle Orangerot wird abgemildert durch eine Art Nebel, der sie umgibt. Fern gab zwar nicht sein letztes Hemd für die Kunst, wohl aber eine Schlafanzugjacke. Aus ihr wurde ein „blauer Traum“. Gisela Fritze hat ihre Landschaftsaquarelle auf das Motto ausgerichtet, ohne sich neu zu erfinden: Kondensstreifen am Himmel oder gerade gewachsene Birkenstämme können und müssen als Streifen begriffen werden. Gerlind Engelskirchen setzte das Thema in vergleichsweise kleinformatigen Fotos um. Beate Palmen ist auch mit einem Objekt vertreten: Sie hatte ein Bild in Streifen geschnitten, das Objekt wirkt wie geflochten. Übrigens: Alle Exponate sind eigens für diese Ausstellung gemacht worden. Die Ausstellung am Rathausplatz 23 ist bis zum 12. Mai zu folgenden Zeiten geöffnet: samstags von 14 bis 17 Uhr, sonntags und am 1. Mai von 11 bis 17 Uhr.

(barni)
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