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Amprion: Konverter soll nach Kaarst kommen

Amprion: Konverter soll nach Kaarst kommen

Rhein-Kreis Neuss. Der umstrittene Stromkonverter, den der Netzbetreiber Amprion im Rhein-Kreis Neuss bauen möchte, könnte in der Stadt Kaarst entstehen. Seit Monaten wurde über den Standort für die Anlage, die Teil der Stromautobahn von Emden nach Philippsburg sein soll, spekuliert.

Im Planungs- und Umweltausschuss des Kreistages in Grevenbroich äußerte Amprion jetzt erstmals eine Präferenz für einen der 20 Standorte, die für Umwandlungsanlage, mit der Strom ins Höchstspannungsnetz eingespeist werden soll, untersucht worden waren.

Der Netzbetreiber spricht sich für eine Fläche im „Gleisdreieck“ in Kaarst aus. Diese sei „mit Blick auf den Abstand zur geschlossenen Wohnbebauung am besten geeignet, sofern man deren Widmung als BSAB-Fläche außer acht lässt“, so das Fazit von Amprion. BSAB-Flächen sind „Bereiche zur Sicherung und zum Abbau oberflächennaher Bodenschätze“ - im konkreten Fall in Kaarst geht es um Kiesabbau.

Um das Großprojekt, für das Amprion eine zwölf Fußballfelder große Fläche und bis zu 20 Meter hohe Hallen plant, dort zu verwirklichen, wäre eine Umwidmung der Fläche im Regionalplan nötig. Dies ist allerdings kein K.o.-Kriterium - der Rhein-Kreis selbst hatte die Fläche bereits ins Gespräch gebracht und die Bezirksregierung hält eine Nutzungsänderung für möglich.

Das „Gleisdreieck“ in Kaarst wird von der Autobahn 57, einer Bahnlinie und der Landstraße 30 umschlossen. Vertreter von Amprion hatten im Ausschuss formuliert: „Der Abstand zur Wohnbebauung ist ein sehr wichtiges Kriterium.“ Damit folgten sie der Argumentation der Bürgermeister im Rhein-Kreis, die sich dafür eingesetzt hatten, den Standort möglichst weit weg von bewohntem Gebiet zu errichten.