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Kaarst: 19-Jähriger stirbt nach Badeunfall im Kaarster See - Bereits 6 Tote in NRW

Kaarst : 19-Jähriger stirbt nach Badeunfall im Kaarster See - Bereits 6 Tote in NRW

Kaarst. Die Feuerwehr musste am Sonntagnachmittag einen 19 Jährigen aus dem Kaarster See bergen. Die Feuerwehr wurde um 14:44 Uhr zum kleinen Kaarster See alarmiert. Nach Angaben der Feuerwehr wurde im Uferbereich eine Menschenkette gebildet und im See zwei Boote eingesetzt um den Vermissten zu finden.

Außerdem überflog ein Rettungshubschrauber den See. Ein DLRG-Taucher unterstützte die Suche ebenfalls.

Dieser fand den Mann um 15:05 Uhr im See. Er wurde notärztlich versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Der 19-Jährige sei noch ins Krankenhaus gekommen, dort aber gestorben, sagte ein Polizeisprecher.

Am Samstag hatte die Feuerwehr im Kaarster See vergeblich nach einer weiblichen Person gesucht. Zeugen hatten Hilferufe gemeldet. Die Einsatzkräfte konnten keine Person finden. Es sei aber auch keine Person als vermisst gemeldet worden. Bereits Anfang Juli war ein 4-jähriges Kind im Kaarster See ums Leben gekommen.

Warum in Deutschland so viele Menschen ertrinken

Menschen überschätzen oft ihre Schwimmfähigkeiten — und unterschätzen Gefahren durch Temperatursprünge und Strömung, warnt die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) jedes Jahr aufs Neue. 2017 ertranken in NRW 55 Menschen in Gewässern, im Jahr zuvor 76. „In jedem heißen Sommer gibt es zahlreiche Badeunfälle. Selbst geübte Schwimmer können betroffen sein“, erklärt DLRG-Sprecher Michael Grohe mit besorgtem Blick auf die aktuellen Wetteraussichten. Und: „Ertrinken ist immer ein stiller Vorgang.“

Zwei gekenterte Kanufahrer hatten am Freitag noch großes Glück: Sie konnten sich aus eigener Kraft aus dem Rhein retten. Die Polizei hatte mit Hubschraubern und Booten nach ihnen gesucht. Wenig später seien sie aber unversehrt ans Ufer geschwommen, hieß es.

Insgesamt liegt die Zahl der Badetoten in NRW im Jahr 2018 mittlerweile bei sechs. Ebenfalls am Sonntag war ein 19-Jähriger in Oberhausen ertrunken. red/lnw