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Holzheimer SG verliert trotz aller Probleme nicht die Zuversicht

Fußball : Holzheim will Negativserie beenden

Die immer noch sieglosen Holzheimer peilen im Gastspiel bei St. Tönis das erste Erfolgserlebnis an. Liga-Rivale SC Kapellen trifft auf Bedburg-Hau. Oberligist TSV Meerbusch empfängt TuRu 80.

Es ist noch gar nicht lange her, da befanden sich die Holzheimer SG und Teutonia St. Tönis auf Augenhöhe: In der Bezirksliga-Saison 2017/18 belegten die beiden Klubs am Ende mit jeweils 82 Punkten die Plätze eins und zwei. St. Tönis (vier Tore mehr geschossen) stieg als Meister direkt auf, Holzheim folgte nach zwei Relegationsspielen gegen Eller 04.

Wenn sich die Kontrahenten am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) auf der Jahn-Sportanlage in Tönisvorst in der Landesliga gegenüberstehen, sind die Kräfteverhältnisse geklärt: Vermochte die HSG auch in der vergangenen Saison in den direkten Duellen noch prächtig mitzuhalten – 5:1-Sieg im Hinspiel, 4:4 (nach 0:3- und 2:4-Rückstand) im Rückspiel –, so scheint St. Tönis in der gerade angelaufenen Spielzeit endgültig enteilt. Die mit Edelfußballern wie Burhan Sahin, Brian Drubel und Kevin Breuer gespickte Mannschaft von Trainer Bekim Kastrati (Ex-Profi von Borussia Mönchengladbach) zählt zu den Top-Aspiranten auf den Aufstieg, die nach vier Partien noch sieglose HSG wieder zu den heißen Abstiegskandidaten. Und trotzdem geht Trainer Guido van Schewick mutig voran: „Klar, St. Tönis ist sehr gut besetzt, aber wir fahren dahin, um etwas mitzunehmen.“ Dass die mit drei Siegen gestarteten Gastgeber verwundbar sind, zeigte die Begegnung am vergangenen Sonntag in Sonsbeck, die ohne Sahin (Urlaub) mit 0:3 verloren ging.

Die personellen Voraussetzungen sind allerdings weiter schlecht: Holzheim muss nicht nur weiter auf die verletzten Calli Schneider (im Aufbautraining), Tom Nilgen und Marcus Buchen, sondern jetzt auch noch auf Kapitän Oliver Esser, Fabio Dittrich und Marvin Meirich verzichten – allesamt Spieler, die in der vergangenen Saison ausschlaggebend für den Klassenverbleib waren.

Kapellen will den Erfolg aus
dem Pokalduell wiederholen

Die Hoffnungen der Gäste ruhen darum vor allem auf Maurice Girke. Der Torjäger, im Sommer schon mit St. Tönis über seinen Wechsel einig, hatte in den beiden zurückliegenden Duellen mit der Teutonia insgesamt fünf Tore für die HSG erzielt.

Landesligist SC Kapellen trifft am Sonntag (15 Uhr) die SGE Bedburg-Hau. Jörg Ferber, Sportlicher Leiter des FCK, weiß spätestens seit Kapellens spektakulären 5:3-Erfolg bei Bedburg-Hau in der ersten Runde des Niederrheinpokals, was auf die Grevenbroicher zukommt: „Ein unangenehmer Gegner, der bis zum Umfallen kämpft und nie aufgibt.“ Im Pokal lag der Neuling schon mit 0:2 zurück, ging dann mit 3:2 in Führung und geriet erst nach umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichters auf die Verliererstraße.

In der Liga gelang am vergangenen Sonntag der erste Saisonsieg – ein glattes 4:0 gegen Fichte Lintfort. Das hat sicher Selbstvertrauen gegeben“, ist Ferber überzeugt.

Ganz wichtig ist dem SC Kapellen zudem, ein Missverständnis auszuräumen: Im Hinspiel fühlte sich Bedburg-Hau von den Gästen, ob zu Recht oder zu Unrecht, zum „Dorfklub“ herabgewürdigt. Dem sei nicht so, versichert Ferber und fügt an: „Wir sind ja selber ein Dorfklub.“ Nebenkriegsschauplätze kann der SCK im Moment überhaupt nicht gebrauchen, hat sich das Team mit den Spielen gegen Sonsbeck (3:1) und Holzheim (2:1) doch gerade erst von der immer noch unerklärlichen 0:6-Pleite beim 1. FC Mönchengladbach erholt.

Zum Personal: Alexander Hauptmann, Robert Wilschrey, Yannick Joosten und Christos Pappas sind angeschlagen. Marcel Kalski befindet sich im Aufbautraining, fehlt also ebenso weiter wie David Dygacz und Simon Kuschel.

Nach Fortuna wartet nun
TuRu 80 auf Meerbusch

Nach der 0:6-Niederlage beim Fußballfest gegen den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf unter der Woche ist beim Oberligisten TSV Meerbusch wieder der Ligaalltag eingekehrt. Am Sonntag (15 Uhr, Nierster Straße) kommt TuRu 80 aus Düsseldorf-Oberbilk nach Lank. Für die Meerbuscher, die bislang noch nicht restlos überzeugt haben, ist ein Sieg Pflicht.

„Wir hatten uns ein paar Punkte mehr ausgerechnet, als wir derzeit haben“, sagt Teammanager Horst Riege. „Wir haben bislang auf dem Platz noch nicht das gezeigt, was wir tatsächlich können.“ Allerdings sei die Bilanz auch nicht so schlecht, wie sie auf den ersten Blick scheine. „Schließlich waren mit Schonnebeck, Straelen und Monheim drei der ersten vier Gegner Topteams der Liga. In den kommenden Partien sind wir aber gefordert. Da müssen wir unbedingt punkten, wollen wir unseren Ansprüchen gerecht werden“, sagt Riege.

Die zweite Mannschaft des TSV Meerbusch traf am Freitag zum Spitzespiel beim SV Scherpenberg an. Das Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.