Hockey: HTC SW Neuss spielt zum Auftakt 6:6 gegen Gladbacher HTC

Hockey : Neuss gleicht fünfmal einen Rückstand aus

Hockey-Zweitligist HTC Schwarz-Weiß trennt sich 6:6 vom Gladbacher HTC.

Nicht schön, aber selten“ könnte nach 60 vogelwilden Minuten unter dem Derby der Zweiten Hockey-Bundesliga Nord zwischen dem HTC SW Neuss und dem Gladbacher HTC stehen. Während sich knapp 500 Zuschauer beim 6:6 (3:4) zum Auftakt der Rückrunde bestens unterhalten fühlten, sah SW-Spielertrainer Matthias Gräber das Match ein wenig kritischer. „Ein Spiel, in dem du bis zur Halbzeitpause schon vier Tore kassierst, verlierst du normalerweise“, sagte er.

Die gravierenden Probleme der Hausherren in der Defensive blieben selbst dem größten (Hockey-)Laien nicht verborgen, doch auch die Ausbeute in der Offensive sorgte trotz der sechs Treffer für Verdruss. Von acht Strafecken – mit Wiederholungen sogar zehn – saß nur eine (eine weitere führte zu einem verwandelten Siebenmeter), darüber hinaus ließen die Neusser eine ganze Reihe weiterer Großchancen in teilweise schon fahrlässiger Manier aus.

Gegen die um ihre letzte Chance im Aufstiegsgeschäft kämpfenden Gäste rannte Schwarz-Weiß fast über die volle Spielzeit der Musik hinterher: Paul Tenckhoff (0:1/6.), Jan Vratz (2:3/22., Ecke), Joshua Trueson (3:4/27.), Felix Kluth (4:5/43.) und Niklas Braun (5:6/48., Ecke), der im zweiten Viertel per Ecke auch zum 2:2-Ausgleich (20.) getroffen hatte, hielten den Tabellenzweiten mit ihren Toren ständig unter Spannung. Und damit kamen offensichtlich nur die Routiniers klar: Sebastian Draguhn (35 Jahre) markierte das 1:1 (11.), 3:3 (25./Ecke) und das 6:6 (60.), Matthias Gräber (38 Jahre) erzielte das 2:1 (15.), Ivo Otto (29 Jahre) traf zum 4:4 (39.). Für das 5:5 (47.) war Kapitän Jan Mausberg (20 Jahre) verantwortlich.

Als der Gladbacher Tom Spenrath in der Schlussphase mit „Gelb“ für fünf Minuten vom Platz musste, zogen die Spieler aus der Quirinusstadt ein überzeugendes Powerplay auf: In der Folge erspielten sie sich drei Strafecken (plus zwei Wiederholungen), kamen aber nach einem energischen Solo des ungemein agilen Sebastian Draguhn erst 15 Sekunden vor dem Ende zum glücklichen, aber verdienten Ausgleich. Und der stimmte schließlich auch Gräber wieder versöhnlich: „Der Anfang ist gemacht.“

Weiter geht es am kommenden Wochenende mit den Spielen bei der TG Heimfeld (Samstag) und gegen DSD Düsseldorf (Sonntag).