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Hochwasser-Einsatz beendet: Sicherung der Stromversorgung

Hochwasser-Einsatz beendet: Sicherung der Stromversorgung

Feuerwehrleute aus dem Kreis können die Stromversorgung in Magdeburg sichern.

Rhein-Kreis Neuss/Magdeburg. 36 Feuerwehrleuten und zwei Helfern der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ist es gelungen, das Umspannwerk am Industriehafen in Magdeburg zu sichern. Die Stromversorgung in der vom Hochwasser bedrohten Stadt konnte dadurch erhalten bleiben.

Erschöpft, aber zufrieden kehrten die Helfer aus dem Rhein-Kreis Neuss sogar einen Tag früher als geplant, am Dienstagabend, nach Hause zurück. Gegen 22 Uhr erreichten sie nach einer rund zehnstündigen Rückfahrt das Kreisgebiet.

Vor vier Tagen war die Truppe aus dem Rhein-Kreis Neuss mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Stefan Meuter nach Magdeburg aufgebrochen. Gemeinsam mit über 600 Kollegen aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf unterstützten sie die Rettungskräfte vor Ort.

„Zunächst war unser Einsatz bis Mittwoch geplant“, sagt Meuter. „Aufgrund mehrerer gebrochener Deiche außerhalb von Magdeburg entspannte sich die Lage im Stadtgebiet schneller als zunächst erwartet. Daher konnten wir einen Tag früher als geplant zurückkehren.“ Den Einsatz schildert Einsatzleiter Stefan Meuter so: „Mit Sandsäcken wurde ein Damm von dreieinhalb Kilometern gebaut, um den Betrieb im Umspannwerk am Laufen zu halten. Rund 250 Kräfte, auch das THW und die Bundeswehr, waren dabei rund um die Uhr auf den Beinen.“

Erfreut zeigte sich die Gruppe aus dem Kreis von der großen Dankbarkeit vieler Magdeburger. „Wir bekamen mehrere Male Besuch von Bürgern, die sich einfach nur bedanken wollten“, so Meuter. „Selbst kurz vor der Abfahrt kam noch eine Grundschulklasse. Die Kinder brachten selbst gebackenen Kuchen mit und haben sogar noch ein Ständchen für uns gesungen.“

Die Helfer aus dem Rhein-Kreis Neuss, die ihre Fahrzeuge schon für die Abfahrt gerüstet hatten, luden die Kinder spontan zu einer kleinen Fahrt mit dem Einsatzwagen über den Schulhof ein.

Ein großes Lob schickte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke nicht nur an die Rettungskräfte, sondern auch an die Arbeitgeber der überwiegend freiwilligen Feuerwehrleute. „Nicht nur für die Helfer selbst, auch für ihre Arbeitgeber war das ein sehr kurzfristiger Aufbruch am Wochenende“, sagte der Landrat. „Es war sehr großzügig von den Arbeitgebern, die Hilfskräfte spontan freizustellen.“