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Hallenkreismeisterschaft: VfL Jüchen/Garzweiler nimmt Favoritenrolle an

Fußball : Uedesheim geht Endrunde selbstbewusst an

Die Fußballer ermitteln am Sonntag ihren Kreishallenmeister. Neben dem SVÜ peilt auch Jüchen den Titel an, die SG Kaarst schickt hingegen die Zweitvertretung.

Die Auslosung hat ergeben: In der Gruppe A der Fußball-Kreishallenmeisterschaft treffen der VfL Jüchen/Garzweiler (Landesliga), TSV Bayer Dormagen, DJK Gnadental (beide Bezirksliga) und SVG Grevenbroich (Kreisliga A) aufeinander. In der Gruppe B spielen die Holzheimer SG (Landesliga), SV Uedesheim (Bezirksliga), SG Kaarst (Bezirksliga bzw. Kreisliga A) und 1. FC Grevenbroich (Kreisliga A). Los geht es in der Halle am Torfstecherweg in Gustorf am Sonntag um 11.30 Uhr.

Favorit auf den Sieg in Gruppe A sowie die den Titel sind die Landesligakicker des VfL Jüchen. „Wir nehmen die Favoritenrolle gerne an, aber das Rennen ist offen“, sagt der Vorsitzender Christoph Sommer. Das letzte Mal gewonnen haben die Jüchener die Endrunde 2016, in den vergangenen beiden Jahren endete die Reise jeweils im Halbfinale. Jüchen wird wohl auf seine junge Garde setzen. Simon Sommer wird aus beruflichen Gründen fehlen. Mit dabei ist dafür Neuzugang Tim Hintzen.

Bayer-Trainer Frank Lambertz geht die Endrunde ganz diplomatisch an: „Wir wollen unsere Kraft sinnvoll einsetzen. Die Veranstaltung soll Spaß machen.“ Vorher abschenken will er den Hallencup aber nicht: „Wir wollen uns nicht unter Wert verkaufen. Es ist alles möglich, wir haben durchaus Chancen auf den Turniersieg.“ Lambertz kündigt an, „mit der gleichen Truppe“ wie im Vorrundenturnier anzutreten. Das heißt: Henry Thimm und Nico Eifler werden weiterhin geschont.

Gnadental ist ohne Nebengeräusche in die Endrunde eingezogen. Johannes Schneider, Sportlicher Leiter, blickt nun in freudiger Erwartung auf das anstehende Turnier: „Am Sonntag wird das Teilnehmerfeld natürlich deutlich stärker sein. Aber wir fahren mit Vorfreude dahin und wollen einfach ein wenig den Ball laufen lassen.“

Die Überraschung der Vorrunde war der SV Genclerbirgli. Mit seinem Finalsieg gegen den Landesligisten SC Kapellen sorgte er für Furore. „Wir haben selbst nicht damit gerechnet“, gesteht Trainer Erkan Akan. Vor zwei Jahren konnte sich Grevenbroich schon einmal qualifizieren, verlor dann bei der Endrunde alle Spiele. „Wir werden alles geben, damit es dieses Mal anders endet“, sagt Akan.

Der 1. FC Grevenbroich drängt
sich als Geheimfavorit auf

Als Landesligist der nominelle Favorit in der Gruppe B, geht die Holzheimer SG verhalten ins Turnier. Bereits am nächsten Wochenende beginnt für die Mannschaft von Guido van Schewick wieder die Meisterschaft. Dem Coach fällt es in Anbetracht der engen Lage in der Liga schwer, den Fokus auf den Hallenfußball zu legen. „Natürlich wollen wir gut spielen und wenn möglich gewinnen, aber wir müssen unsere Prioritäten setzen“, sagt van Schewick. Einige Stammspieler oder Angeschlagene werden also fehlen.

Zurückhaltung ist dagegen keine Option für den SV Uedesheim. Bereits nach der Qualifikation war die Zielrichtung für Trainer Ingmar Putz klar: „Wenn wir schon hinfahren, dann auch, um zu gewinnen.“ Der SV war zuletzt häufiger erfolgreich: In den vergangenen acht Jahren stehen für die Grün-Weißen vier Endspielteilnahmen und zwei Titel auf der Habenseite. Neben dem technisch beschlagenen Lukasz Koziatek kann Putz auf ein torgefährliches Trio aus Malte Hauenstein, Alexander Nuss und Michael Hausdörfer zurückgreifen.

Die SG Kaarst schickte in der Qualifikation ihre Zweitvertretung an den Start und wird auch bei der Endrunde die Mannschaft von Predrag Stojkovic aus der Kreisliga A antreten lassen. Reinhard Heich, Sportlicher Leiter, sieht die Entscheidung folgerichtig: „Das war so abgesprochen für den Fall, dass die Jungs sich qualifizieren. Wir haben Probleme im Kader der ersten Mannschaft. Teils liegt es an Verletzungen, teils ist es beruflich bedingt.“ Stojkovic zeigt sich zurückhaltend optimistisch: „Wir sind krasser Außenseiter, aber wir wollen einfach jede Sekunde genießen und Gas geben. Und wer weiß, vielleicht haben wir ein wenig Glück und können ein Erfolgserlebnis mit in die Meisterschaft nehmen.“

Auf der Suche nach einem Geheimfavoriten drängt sich der 1. FC Grevenbroich-Süd auf. Die stärkste Offensive der Kreisliga A um Goalgetter Murat Koktürk (25 Tore) zeigte sich schon beim Qualifikationsturnier treffsiche. „Wir sind bei dieser Veranstaltung nur der Außenseiter, aber wenn uns einer eine Chance anbietet, dann wollen wir sie auch nutzen“, sagt Trainer Kevin Hahn.