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Vandalen zerstören Fensterscheiben vieler Geschäfte in Grevenbroich

Zerstörte Fensterscheiben, Eingangstüren und Schaukästen in Grevenbroich : Randalierer zerstören Schaufenster in Grevenbroich

Fenster und Türen von zwei Geschäften wurden in der Nacht zu Montag beschädigt.

Die Polizei fahndet nach den Tätern, die in der Nacht zu Montag einen großen Schaden in der Innenstadt angerichtet haben. Die Unbekannten zerschlugen das Schaufenster eines Blumengeschäftes, versuchten die Eingangstür eines Kosmetikinstituts einzutreten und demolierten den Schaukasten der Villa Erckens. Auch Blumenkübel und eine Parkbank wurden zerstört.

Eine der Betroffenen ist Gabi Wellenberg, Chefin des Floristikgeschäfts „Blumen-Ambiente“ an der Kölner Straße. Kurz nach Mitternacht standen Polizeibeamte bei ihr zu Hause vor der Tür. „Ein Nachbar hatte lautes Klirren gehört“, schildert sie. Wie sich herausstellte, war das die zerstörte Fensterfront ihres Ladens. Unbekannte haben das Schaufenster eingeschlagen. „Das muss mit einem stumpfen Gegenstand und viel Kraft passiert sein“, mutmaßt Gabi Wellenberg

Auch der Schaukasten
des Museums ist zerstört

Die Spuren sind eindeutig, denn die Einfassung des Glases ist zerstört, das umrandende Silkon herausgerissen. „Da frage ich mich: Wer macht so etwas?“, ist die Floristin ratlos. Außer der „Lust an der Zerstörung“ kann es den Tätern um nichts gegangen sein – denn: „Es fehlt nichts“, sagt Gabi Wellenberg.

„Bei uns ist zum Glück nur die Scheibe demoliert“, bilanziert José Gines den am Kosmetikinstitut seiner Frau Maria Marin entstandenen Schaden an der Eingangstür. „Es sieht aus, als hätte jemand hineingetreten.“ Die Türscheibe ist nicht zersplittert, sondern nur gebrochen und schaut jetzt aus wie ein Spinnennetz. „Montagmittag wurden wir vom Vermieter informiert“, sagt Gines. Als Sofortmaßnahme wurde die im Rahmen verbliebene Tür mit Plastikfolie abgeklebt. Zwar verfügt der Kosmetiksalon über eine Kameraüberwachung, die aber „aus Gründen des Datenschutzes“ nur den Kassenbereich im Innenraum beobachtet.

Außerdem schlugen die Randalierer an der Villa Erckens zu. „Der Schaukasten ist hin. Das ist pure Zerstörungslust“, vermutet Kulturamtschef Stefan Pelzer-Florack: „Denn im Schaukasten gibt es nichts zu holen, bloß Plakate.“ Verwundert ist er, dass an der „hell ausgeleuchteten Stelle“ randaliert wurde. „Da fällt direkt ein Scheinwerfer drauf.“ Vandalen seien oft an der Stadtparkinsel zugange, die von Matthias Hintz geschaffenen und von Unbekannten zerstörten „Pappelmänner“ sind nur ein Beispiel. „Sie sollen jetzt anderenorts platziert werden.“

Der Polizei liegen drei Anzeigen wegen Sachbeschädigungen vor. Eine Fahndung nach den Tätern verlief bislang ohne Erfolg. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 02131/3000 entgegen.