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Umfassende Elternbefragung zur Schulwahl

Umfassende Elternbefragung zur Schulwahl

Die Stadt Grevenbroich und die Bezirksregierung befragen Eltern, welchen Schultyp sie nach der Grundschule wünschen.

Grevenbroich. So viel Wahlfreiheit bekommen Eltern von Zweit- und Drittklässlern nur ganz selten: Ab Montag sind sie aufgerufen, bei einer Befragung anzugeben, welche weiterführende Schule sie für ihr Kind wünschen.

Zusätzlich erhalten sie Informationsmaterial über die verschiedenen Schultypen. Die Unterlagen werden von den Schulen an die Kinder verteilt. Die ausgefüllten Fragebogen gehen anonym an die Schulen zurück, ausgewertet werden sie von einem externen Büro in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung. Die Befragung läuft bis zum 13. Juni.

Betroffen sind rund 1200 Kinder aus Grevenbroich sowie 250 Kinder aus Rommerskirchen, die in Grevenbroich eine Grundschule besuchen. Für deren Eltern hat die Stadt zwei Informationsveranstaltungen am 30. Mai (im Pascal-Gymnasium) und 4. Juni (in der Realschule Wevelinghoven) angesetzt, auf denen Vertreter der Stadt, der Bezirksregierung und ein Schulentwicklungs-Fachmann für Fragen zur Verfügung stehen. Für die Rommerskirchener organisiert die Stadt einen Bus-Service.

Die formelle Befragung wurde notwendig, nachdem die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule für das nächste Schuljahr 84 Schüler ablehnen musste. Nun soll unter anderem Klarheit darüber geschaffen werden, ob in der Stadt eine zweite Gesamtschule oder eine Sekundarschule eingerichtet wird.

Für die Schaffung einer Sekundarschule, müssen sich mindestens 75 Eltern für diesen Schultyp aussprechen. Wie die Gesamtschule verfolgt auch die Sekundarschule das Prinzip des längeren gemeinsamen Lernens. So werden dort die Schüler der Klassen 5 und 6 gemeinsam unterrichtet. Anders als die Gesamtschule läuft die Sekundarschule nur bis Klasse 10, bietet jedoch von Anfang an auch Unterricht auf Gymnasialniveau. Außerdem kooperiert sie mit Gymnasien, die ehemaligen Sekundarschülern das Abitur ermöglichen.

Der Schul-Fachbereichsleiter Thomas Staff und der Rommerskirchener Schuldezernent Elmar Gasten hoffen auf eine rege Beteiligung. „Die Befragung ist eine Riesenchance für die Eltern“, wirbt Staff. Das Meinungsbild der Befragung ist für die Stadtverwaltung bindend und soll bereits mit Beginn des Schuljahrs 2013/14 umgesetzt werden. Die Ergebnisse werden am 27. Juni im Schulausschuss vorgestellt.