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Schlossbad Grevenbroich startet mit Schichtbetrieb

Schwimmen im Hallenbad in Grevenbroich wieder möglich : Schlossbad nimmt Betrieb auf

Am ersten Tag nach der Corona-bedingten Schließung kamen 80 Gäste ins Bad. Geschwommen wird in zweistündigen „Schichten“ mit festgelegten Bahnen. Nur ein Becken ist öffnet. GWG zieht für den Start eine positive Resonanz.

„Besser so als gar nichts“, sagt Franziska Erler, als sie am Samstag als eine der ersten Besucherinnen das Schlossbad betritt. Die junge Frau, die schon bis zur Schließung im März Stammkundin im Hallenbad war, ist froh, dass die coronsbedingte Unterbrechung des Badebetriebs endlich vorbei ist.

Nicht nur sie freute sich über die Wiedereröffnung, obwohl der Betrieb sich doch stark von dem vor der Pause unterscheidet: Nur das größte Becken, das 25 mal 12,5 Meter große Sportschwimmbecken, ist zur Benutzung freigegeben. Das Schwimmen ist strikt reglementiert. „Wir haben das Becken in drei Bahnen unterteilt“, erläutert Badleiter Danny Schulz. Zwei Bahnen sind für alle Schwimmer vorgesehen. Die dritte ist sportlich ambitionierten Besuchern vorbehalten, die es etwas schneller angehen lassen. Für alle gelten die gleichen Regelungen: Sie haben ihre Bahn einzuhalten und immer rechts zu schwimmen. „Egal“, sagt Susanne Huntke. „Ich weiß, worauf ich mich einlasse, und bin nur froh, dass es losgeht.“ „Das Bahnenschwimmen funktioniert“, so die Bewertung von Schulz, der am Sonntagmorgen von einem gelungenen Wiederbeginn spricht.

Badleiter Danny Schulz zieht eine positive Bilanz für den Start. Foto: Georg Salzburg (salz)

Nach Intensivreinigung
können neue Gäste kommen

Höchstens 30 Besucher dürfen sich im Hallenbad aufhalten. Foto: Georg Salzburg (salz)

Rund 80 Gäste wurden am Samstag im Bad gezählt, verteilt auf die fünf Einheiten von jeweils zwei Stunden. Auf diese Einteilung hat sich GWG Kommunal als Betreiber ebenso festgelegt wie auf die Nutzung nur eines Beckens. „Nach unserem ersten Konzept auf der Basis der damals gültigen Hygienevorgaben hätten 81 Besucher zeitgleich im Bad sein können“, sagt Schulz. „Dann änderten sich die Vorgaben und wir mussten die Besucherzahl reduzieren.“ Nun dürfen sich maximal nur 30 Schwimmer zeitgleich im Bad aufhalten – „für jeweils zwei Stunden, dann müssen sie das Bad verlassen. Nach einer halbstündigen Intensivreinigung können neue Gäste kommen.“

Im ersten Durchgang am Samstag kamen von acht bis zehn Uhr 17 Gäste, wie Iris Meurers vom vierköpfigen Mitarbeiterteam notierte, sie hatte Kassendienst. Mehr Arbeit als mit den Besuchern hatte sie mit Anrufern, die wissen wollten, wann und wie sie kommen könnten. Sie informierte darüber, dass Eintrittskarten nicht reserviert oder per Internet gekauft werden könnten. „Diese Regelung wäre zu kompliziert geworden“, meint Schulz.

Nur gegen Bezahlung oder mit der Badekarte gibt es Zutritt zum Bad, durch das in einer Art Einbahnstraßenregelung die Besucher von der Kasse über Leitlinien zu Umkleiden, Duschen und zum Becken geführt werden, das sie später ohne Kontakt zu anderen Besuchern über einen separaten Ausgang verlassen. Theoretisch könne es dazu kommen, dass bei Besucherandrang nach dem 30. Gast der Zugang gestoppt wird. „Dann muss der Nächste warten; entweder bis zur nächsten Öffnungszeit oder bis ein anderer Schwimmer vorzeitig nach Hause geht“, sagt Schulz. Jeder Besucher muss beim Einlass einen Mund-Nasen-Schutz tragen und seine Daten auf einem Formblatt notieren. Während die Schwimmer ihre Bahnen ziehen, wird im Hintergrund peinlich genau auf die Hygiene geachtet. „Unsere Mitarbeiterinnen sind ständig in den Sanitärräumen und im Kabinentrakt unterwegs und reinigen, zusätzlich zur halbstündigen Intensivreinigung, sofort Spinde und Umgebung, wenn jemand geht“, versichert Schulz.