S-Bahn S6 in Grevenbroich soll schneller kommen - Vereinbarung in Düsseldorf unterzeichnet

Vereinbarung in Düsseldorf unterzeichnet : SPD will Schnellbahn Richtung Düsseldorf

Mit dem S-Bahnstreckenausbau sind die Sozialdemokraten nicht ganz zufrieden.

Der Schienenpersonennahverkehr im Rheinischen Revier soll mit zusätzlichen Mitteln aus dem „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ schneller ausgebaut werden, davon soll auch die geplante S-Bahn-Linie 6 von Köln über Rommerskirchen, Grevenbroich und Jüchen bis Mönchengladbach profitieren. Eine entsprechende Vereinbarung haben am Mittwoch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Verkehrsminister Hendrik Wüst für das Land mit Ronald Pofalla, Vorstand bei der Deutschen Bahn, sowie Vertretern des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR) unterzeichnet. Kritik kommt von der SPD. Sie fordert den S-Bahn-Ausbau auch zwischen Bedburg und Düsseldorf, Grevenbroich würde damit S-Bahn-Drehkreuz werden.

Mit der Vereinbarung wird laut Laschet „Tempo beim Ausbau der klimaneutralen Mobilität im Rheinischen Revier“ gemacht. Schwerpunkt bei den fünf Projekten ist der S-Bahn-Ausbau rund um Köln. So soll die Regionalbahn 27 in die S 6 umgewandelt werden. Die Züge sollen tagsüber alle 20 Minuten von Köln bis Grevenbroich rollen, im Stundentakt weiter bis Mönchengladbach. Kosten: 73 Millionen Euro. Dazu gehört auch der Bau eines zusätzlichenn S-Bahn-Halts in der Grevenbroicher Südstadt. Unter anderem mit „der Verlängerung der S 6 von Köln über Grevenbroich bis Mönchengladbach werden die Voraussetzungen geschaffen, dass das Rheinische Revier bahntechnisch optimal erschlossen wird“, sagt Wüst.

Einen Zeitraum, wann die S-Bahn startet, ist in der Vereinbarung nicht genannt, auch VRR und NVR machen zum Zeitplan keine konkreten Angaben. Die Beteiligten wollen kurzfristig Finanzierungsfragen für die Planung klären, eine Kooperationsvereinbarung ist in Arbeit. 2017 hatte der VRR Dezember 2023 als möglichen Starttermin genannt. Die SPD begrüßt die Initiative grundsätzlich. „Die Landesregierung greift eine wichtige Forderung der SPD zur erfolgreichen Gestaltung des Strukturwandels endlich auf“, sagt Andreas Rimkus, SPD-Vorsitzender in Düsseldorf. Doch von den Sozialdemokraten wird „mit großem Unverständnis die Nichtberücksichtigung der Bahnverbindung Grevenbroich–Düsseldorf betrachtet“. Die Vereinbarung sieht zwar auch die beschleunigte Umstellung der RB 38 (Köln–Bedburg) auf S-Bahn vor, nicht aber die Verlängerung der Schnellbahn bis Düsseldorf. Diese S-Bahn kann laut SPD die Autobahn entlasten. cso-

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