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Neuer Onlineservice für die Grevenbroicher Bücherei 2.0

Neuer Onlineservice für die Grevenbroicher Bücherei 2.0

Die Medien können jetzt in Grevenbroich digital bewertet und empfohlen werden.

Grevenbroich. Den spannenden Krimi aus der Bücherei weiterempfehlen, Hörermeinungen zu neuen CDs erfahren und neues Lesefutter kennenlernen: all dies macht ein neuer Onlineservice im Katalog der Grevenbroicher Bücherei möglich. Wie bei Internetshops sorgt ein Fünf-Sterne-System für den schnellen Überblick.

Wer einen Titel sucht, bekommt darüber hinaus Empfehlungen für ähnliche Bücher, Filme oder Music-CDs. „Auf diese Weise werden die Nutzer neugierig und probieren auch solche Medien aus, an denen sie in der Bücherei achtlos vorbeigegangen wären“, ist Elke Wowra vom Fachbereich Kultur überzeugt. Seit Donnerstag steht die Kommentar- und Bewertungsfunktion in 24 Bibliotheken in ganz NRW zur Verfügung.

Alle Bewertungen werden zusammen in einer Datenbank gespeichert, so dass beispielsweise Grevenbroicher Nutzern auch die Bewertungskommentare von Lesern aus Düsseldorf und anderswo zur Verfügung stehen. Das Projekt mit dem Motto „Bibliotheken zukunftsorientiert gestalten“ geht auf eine Initiative der Bezirksregierung Düsseldorf zurück und wird mit Geld vom Land gefördert.

Als erste Nutzerin in Grevenbroich hat am Donnerstag Bürgermeisterin Ursula Kwasny eine Bewertung abgegeben. Ausgewählt hatte sie den Titel „Oskar und die Dame in Rosa“. „Mit nur etwa hundert Seiten ist es schnell zu lesen“, schwärmt die Bürgermeisterin, „Aber es hinterlässt ein gutes Gefühl.“ Die Büchereimitarbeiter hoffen auf viele weitere Einträge. Derzeit wird die Einrichtung von 2000 Lesern genutzt, die pro Jahr insgesamt 80 000 Ausleihen tätigen. 54 000 Medien stehen zur Ausleihe und damit zur Bewertung bereit, etwa acht Prozent davon werden jährlich durch Neuanschaffungen ersetzt. „Eine höhere Quote wäre besser, aber mehr gibt der Etat nicht her“, bedauert Elke Wowra.

Als Nächstes soll mit Mitteln des Fördervereins die Galerie aufgehübscht werden. Wie Elke Wowra beobachtet, treffen sich dort Schüler, Studenten und andere Nutzer, um gemeinsam zu lernen, Informationen aus der Literatur oder online zu beschaffen oder einfach zum Zeitungslesen. „Solche nichtkommerzielle Treffpunkte werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen“, ist Wowra überzeugt.