Millionen-Invest in Neurather Kraftwerksblöcke

Rund 45 Firmen sind im Einsatz : RWE modernisiert die Neurather Blöcke

Für die Instandhaltung investiert der Konzern 110 Millionen Euro in die Anlagen.

Riesige Dampfturbinen, Rohrleitungsnetze von bis zu 2500 Kilometern Gesamtlänge und 173 Meter hohe Kühltürme: sie alle stehen seit März auf dem Prüfstand. Rund 1300 Mitarbeiter machen bis September das Kraftwerk Neurath fit für die Zukunft – unter der Führung von Revisionsleiter Uwe Weckauf.

„Rund 45 Partnerfirmen mit gut 1200 Mitarbeitern unterstützen unsere eigenen 100 Kollegen aus Neurath und Niederaußem bei Reparaturen und Modernisierungsarbeiten“, sagt Weckauf. Die Zusammenarbeit mit Dienstleistern gilt nicht nur für das Kraftwerk selbst als unverzichtbare Verstärkung. Aufträge fließen als direkte Wertschöpfung ins Revier und sichern zahlreichen externen Partnerfirmen der Region Umsatz und Arbeitsplätze.

Insgesamt müssen die vier Blöcke A, D, F und G instandgehalten und hierfür heruntergefahren werden. Der längste Stillstand von 63 Tagen wird bei Block F im BoA-Kraftwerk erwartet, dort haben die Arbeiten am 3. Mai begonnen. Mit seinem „Zwilling“ G gehört er zu den modernsten Kraftwerksblöcken der Welt. Für die Instandhaltung der vier Blöcke in Neurath investiert RWE dieses Jahr insgesamt 110 Millionen Euro, ein Großteil davon entfällt auf Block F.„Auch unsere hochmodernen Aggregate müssen sorgfältig in Schuss gehalten werden. Selbst die robustesten Dichtungen, Armaturen und Muffen verschleißen irgendwann; sie werden rechtzeitig ausgebaut und ersetzt.

Auch die digitale Leittechnik wird an den Stand der Technik angepasst. Nur so bleibt die Anlage so leistungsfähig, flexibel und zuverlässig, wie wir es für unseren Beitrag zur Versorgungssicherheit brauchen“, erklärt Lars Kulik, Vorstandsmitglied RWE für das Ressort Braunkohle, das Vorgehen. Um die Standorte Niederaußem, Neurath und Weisweiler zu modernisieren, hat RWE in den vergangenen zehn Jahren rund eine Milliarde Euro ausgegeben. Die Leistung aller Blöcke zusammen stellt die Stromversorgung mehrerer Millionen Haushalte in NRW sicher. Red

(NGZ)