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Mehr Platz für Unter-Dreijährige: Einige Kitas werden erweitert

Mehr Platz für Unter-Dreijährige: Einige Kitas werden erweitert

In Grevenbroich werden einige Kindertagesstätten erweitert.

Grevenbroich. Die Kitas machen sich fit für den Ansturm. Ab August 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren. Bis dahin muss die Stadt Plätze für 32 Prozent der unter Dreijährigen einrichten. Damit die Einrichtungen bereit sind, bedarf es umfangreicher Baumaßnahmen, unter anderem in Neurath, Gustorf und Gindorf. Am Donnerstag stellte die Architektin Jutta Quasten-Mundt die laufenden Projekte im Jugendhilfeausschuss vor.

Beim Neurather Kindergarten ist ein Anbau geplant, der einen Gruppenraum, einen Neben- und einen Abstellraum beherbergt. Auch das alte Gebäude bekommt ein neues Gesicht. Im Erdgeschoss teilen sich drei Gruppen einen Wickelbereich, außerdem wird dort der Personaltrakt untergebracht. Eine weitere Gruppe zieht in das Obergeschoss.

Ebenfalls vorgesehen ist ein neuer Innenanstrich. „Durch die dunklen Farben wirkt der Innenbereich derzeit noch sehr düster“, berichtet die Archtitektin, „Das werden wir durch helle freundliche Farben ändern.“

Auch das großzügige Außengelände wird neu gestaltet und mit Spielgeräten für alle untergebrachten Altersgruppen versehen. Der Clou soll ein Schiff zum Klettern sein. Insgesamt rechnen die Planer mit Kosten von 735 000 Euro.

Ein neuer Kindergarten des Trägers PariSozial entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule in Gindorf. Geschätzte Kosten: 711 000 Euro. Der eingeschossige Atrium-Bau bringt nach Einschätzung von Quasten-Mundt gute Voraussetzungen für eine Kita mit.

Im Innenhof wird eine grüne Hügellandschaft entstehen, die vor allem den U3-Kindern eine geschützte Spielfläche unter freiem Himmel bietet. Vorgesehen sind drei Gruppen für 45 Kinder, davon 16 Unter-Dreijährige. Die Planer rechnen mit einer Bauzeit von fünf Monaten. Bis Ende des Jahres muss der Umbau fertig sein. „Das wird sportlich“, prognostiziert Gebäudemanagementleiter Dirk Schwarz.

Als drittes Projekt hat sich das Architekturbüro Quasten und Mundt den Neubau eines Kindergartens in Gustorf vorgenommen. Für 2,5 Millionen Euro wird auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbades eine Heimat für fünf Gruppen entstehen. Das Gebäude bietet Platz für 92 Kinder, davon 18 U3-Plätze. Der Baubeginn steht noch nicht fest. Wenn alle drei Kitas fertig sind, kann die Stadt 27 Prozent der Unter-Dreijährigen unterbringen.

Auch in anderer Hinsicht erweitern die Kitas ihren Aufgabenbereich. Die integrative Tageseinrichtung in Frimmersdorf soll zur Zertifizierung als Familienzentrum angemeldet werden. Familienzentren werden meist in sozial benachteiligten Stadtteilen eingerichtet und bieten über die Kinderbetreuung und -förderung hinaus auch Beratungen für Eltern an. Bereits vor Jahren wurden in der Südstadt, in Elsen und Gustorf solche Zentren eingerichtet.