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"Haus und Grund Grevenbroich" fordert Aus für Mietpreisbremse

Haus- und Grundbesitzer Grevenbroich : Eigentümer-Vertretung gegen Mietpreisbremse

„Haus & Grund Grevenbroich“ besteht auf Umsetzung des NRW-Koalitionsvertrages.

Der Grevenbroicher Haus- und Grundbesitzerverein reagiert auf ein neues Aktionsbündnis, das sich für den Erhalt von Mietpreisbremse und Kappungsgrenzenverordnung in NRW einsetzt. Der Verein möchte, dass die Verordnungen von der Landesregierung – so wie im Koalitionsvertrag vorgesehen – aufgehoben werden. Vereinsvorsitzender Ingo Hamecher: „Wir kritisieren das neue Bündnis aus Mieterbund, Gewerkschaften, Sozialverbänden und Kirchen für deren Forderung, gescheiterte und kontraproduktive Instrumente wie die Mietpreisbremse und die Kappungsgrenzenverordnung beizubehalten.“ Der Chef von „Haus & Grund“ weiter: „Das Anliegen des neuen Bündnisses, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist sicher aller Ehren wert.“

Nach Ansicht der Grevenbroicher Haus- und Grundbesitzer, würden Mietern mittels „populistischer Instrumente“ falsche Hoffnungen gemacht. „Die Vermieter entscheiden sich oft für den solventesten Interessenten. Die Mietpreisbremse senkt dadurch die Mieten für Besserverdiener, aber Menschen mit kleinerem Einkommen finden weiterhin keine Wohnung, solange es insgesamt zu wenig Wohnraum gibt“, so Hamecher. Überflüssig sei die Mietpreisbremse auch weil es 2016 und 2017 dem jüngsten NRW-Wohnkostenbericht von „Haus & Grund Rheinland Westfalen“ zufolge nur in 18 Prozent der Mietverhältnisse Erhöhungen gegeben habe, die im Schnitt bei 6,82 Prozent liegen sollen – deutlich unter dem, was Mietpreisbremse und Kappungsgrenzenverordnung erlauben.

Befragt worden waren private Kleinvermieter, die 60 Prozent der Mietwohnungen in NRW zur Verfügung stellen.

„Haus & Grund Grevenbroich“ macht darauf aufmerksam, dass die Nettokaltmieten nicht der Hauptgrund steigender Wohnkosten seien. Vorsitzender Ingo Hamecher: „Die Wohnnebenkosten steigen seit Jahren stärker als die Nettokaltmieten. Hier müsste die Politik viel stärker ansetzen.“ Hamecher bezieht sich auf die Ergebnisse der NRW-Wohnkostenberichte der vergangenen fünf Jahre.