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Grevenbroich: Stadt lehnt Kunstrasenplatz für den TuS ab

Sport in Grevenbroich : Hilfe für Kunstrasen in Aussicht gestellt

Der Rasen im Schlossstadion soll künftig professionell gepflegt werden.

Weil es immer wieder Ärger mit dem Hybridrasen im Schlossstadion gibt, hat der TuS Grevenbroich einen Kunstrasenplatz beantragt. Die Stadt lehnt das Begehren der Fußballer ab, ist aber zu einem Kompromiss bereit. Sie stellt dem Verein eine professionalisierte Rasenpflege in Aussicht, die zu einer „signifikanten Verbesserung“ führen soll. Der TuS-Vorstand allerdings ist skeptisch.

Der noch relativ neue Hybridrasen – eine Mischung aus künstlichem und natürlichem Grün – macht dem Verein zu schaffen. Weil Regenwasser nicht richtig versickert, wird es matschig, der Platz fällt daher immer wieder für den Spiel- und Trainingsbetrieb aus. „Aktuell ist der Hybridrasen wieder seit Dezember gesperrt“, beklagt Thomas Ugowski, Geschäftsführer der Fußball-Senioren. Diese Situation habe vor allem Auswirkungen auf den Jugendbereich: „Dort haben wir einen massiven Mitgliederschwund zu verzeichnen.“ Da der Hybrid nur in den Monaten von August bis Oktober uneingeschränkt genutzt werden könne, hatten die Fußballer im Herbst einen Kunstrasenplatz im Rathaus beantragt. Das Thema steht am Dienstag auf der Tagesordnung des Fachausschusses. Sportdezernent Michael Heesch wird den Politikern dann deutlich machen, dass die Stadt den Bau eines Kunstrasens ablehnt. Vielmehr strebe sie eine Pflegevereinbarung mit Eurogreen, der Herstellerfirma des Hybridrasens, an. Ziel dieses Vorhabens sei es, den Zustand und damit die Bespielbarkeit des Platzes spürbar zu verbessern.

Doch was heißt das? „Diese Frage ist offen“, sagt Friedel Geuenich, Vorsitzender der Fußball-Senioren. Der Vorstand hat einen Brief aufgesetzt, in dem er die Verwaltung zu kurzfristigen Informationen auffordert. „Wir möchten wissen, was uns diese intensivere Pflege an Mehr-Qualität bringen soll.“ Damit der Trainingsbetrieb aufrecht erhalten werden kann, hat die Stadt dem TuS Ausweichzeiten auf den Plätzen in Neukirchen und Elfgen angeboten – aber: „An zwei Abenden in der Woche stehen uns dort nur zwei halbe Plätze zur Verfügung, das bringt uns nicht weiter“, sagt Ugowski. In einem Brief an den TuS hat Bürgermeister Krützen deutlich gemacht, dass die Stadt in den vergangenen Jahren viel investiert habe, um die Anlage Stadtmitte zukunftsfähig zu gestalten. Die Gesamtlage habe sich damit verbessert. „Aber was bringt uns das, wenn wir das Grundgerüst, also das Spielfeld, nur eingeschränkt nutzen können“, sagt Geuenich. wilp