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Grevenbroich: SPD setzt auf Klaus Krützens Wiederwahl

Grevenbroich : Genossen geben Krützen ihren Segen

Die Sozialdemokraten haben den amtierenden Bürgermeister am Dienstag Abend mit einem überzeugenden Votum in den Kommunalwahlkampf geschickt: 98,4 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder sind für eine erneute Kandidatur.

Das Amt des Bürgermeisters erfordere viel Kraft und Konzentration, bringe eine Menge Verantwortung mit sich. In den vergangen fünf Jahren habe er sich daher gelegentlich auch mal die Frage gestellt, „warum ich meiner Familie und mir diese Aufgabe weiter antue“, gab Klaus Krützen zu. Seine Antwort: „Ich möchte weiter gestalten, weiter für Grevenbroich kämpfen und unsere Heimat voranbringen.“ Den Segen der Genossen hat er dafür: Mit einem starken Votum schickten 61 der 62 Stimmberechtigten den 51-Jährigen ins Rennen um den Chef-Posten im Rathaus.

Dass der Neukirchener der richtige Mann an der richtigen Stelle ist, daran ließ Stadtparteichef Daniel Rinkert keinen Zweifel. In „fünf Jahren Krützen“ seien Millionenbeträge in Schulen, Kitas und Turnhallen geflossen, in die Sport-Infrastruktur und in eine moderne Feuerwache. Gleichzeitig sei der städtische Haushalt verbessert worden. „Klaus ist unser Macher“, sagte Rinkert, der Krützens Engagement für 200 zusätzliche Kita- und 194 neue Ganztagsplätze lobte, für die Belebung der Innenstadt und den Einsatz für einen S-Bahn-Anschluss. „Gemeinsam mit ihm machen wir Grevenbroich fit für die Zukunft.“

Krützen: Strukturwandel ist
große Aufgabe der Zukunft

Die vergangenen fünf Jahre seien „eine gute Zeit“ gewesen, resümierte Klaus Krützen vor den unter Corona-Auflagen in der Gustorfer Dreifachhalle versammelten SPD-Mitgliedern. „Viele Aufgaben liegen aber noch vor uns, viele Projekte sind erst halbfertig.“ Beispielhaft nannte der Bürgermeister den weiteren Ausbau von Kita- und Ganztagsplätzen, die Sanierung und Erweiterung von Schulen – „da wollen wir weitermachen“. Schwerpunkte will Krützen zudem im Bereich der Mobilität setzen, nicht nur durch einen S-Bahn-Anschluss, der die Verbindung zu den Großstädten verbessern soll. Auch ein modernes Bussystem und Schnellradwege entlang der Erft stehen auf der Agenda des Bürgermeisters.

Der Strukturwandel zähle zu den großen Aufgaben der Zukunft – die künftig freiwerdenden Kraftwerksflächen müssten „für Wirtschaft, Arbeit, Leben und Forschen“ entwickelt werden, sagte Klaus Krützen. Eine noch zu gründende „Impuls-Gesellschaft Grevenbroich“ soll hierbei als „städtischer Entwicklungsmotor“ eingesetzt werden und wertvolle Hilfe ­leisten.

Die Entwicklung des Bahnhofsviertels hin zum Gründerzentrum steht ebenso auf dem Programm des Kandidaten wie eine attraktivere Innenstadt, die nicht nur durch die Entwicklung von Montanushof und Coens-Galerie erreicht werden soll. Auch der Ausbau der Gastronomie soll dazu beitragen, sagte Krützen, der zudem eine Erweiterung des Museums im Visier hat. Letztlich gehe es ihm darum, „die Lebensqualität zu erhöhen“. Dazu soll auch ein „Masterplan für eine grüne Infrastruktur“ beitragen.

Mehr Wohnraum schaffen, das ist eine weitere zentrale Aufgabe, der sich Krützen widmen möchte. Moderne Quartiere („ein Leuchtturmprojekt könnte vielleicht in Elfgen entstehen“) gelte es zu realisieren, den sozialen Wohnungsbau zu fördern – dabei helfen soll eine Kommunale Wohnungsbaugesellschaft, die im Zusammenspiel mit der Stadtentwicklungsgesellschaft agieren ­könne.

„Für diese Ziele haben wir seit 2015 erste Schritte unternommen. Jetzt werden wir uns gemeinsam auf den Weg machen und Grevenbroich modern und dynamisch weiterentwickeln“, sagte Klaus Krützen. In den 25 SPD-Ratskandidaten (Altersdurchschnitt: 44,9 Jahre), die am Dienstag nominiert wurden, sieht er „ein tolles Team, eine tolle Mischung, die unsere Stadt spiegelt“.