Grevenbroich: Sanierung und Ertüchtigung von Kinerspielplätzen

Spielplätze in Grevenbroich : Grevenbroich rüstet Spielplätze auf

Die Stadt hat in diesem Jahre mehrere Projekte geplant und will den Bedarf bei Kindern und Jugendlichen ermitteln.

Nach dem Motto „schöner toben“ setzt die Stadt ihre bereits seit Jahren laufenden Sanierungsmaßnahmen auf Spiel- und Freizeitflächen im kompletten Stadtgebiet fort. Dem Jugendhilfeausschuss (JHA), der am heutigen Dienstag ab 18 Uhr im Bernardussaal tagt, legt die Stadtverwaltung nunmehr einen aktualisierten Bericht vor. Aufgelistet sind darin die noch in diesem Jahr geplanten Sanierungsmaßnahmen.

„Dafür stehen 60 000 Euro im Haushalt bereit“, benennt Stadtsprecher Stephan Renner die konkrete Summe. Fünf Projekte sollen zum Thema urbane Freizeiträume für Jugendliche in Angriff genommen werden. Dabei, so berichtet der Stadtsprecher, geht es nicht allein darum, Anlagen zu verschönern oder alten Sand in der Buddelkiste durch frischen zu ersetzen.

Die Stadt will wissen, wie alt
die Nutzer der Anlagen sind

„Die Frage ist, was Kinder und Jugendliche sich wünschen“, beschreibt er, „auch eine Beteiligung vor Ort“, also die Befragung der Nutzer. Hier wird nicht nur ermittelt, welcher Altersgruppe die jungen Leute angehören – zwischen Kleinkind und Teenager sind die Ansprüche höchst verschieden. „Hier können sich auch eventuelle Spielplatzpaten mit ihrem Wissen einbringen.“ Mal über den Tellerrand hinausblicken, ist nicht nur in Sachen Horizonterweiterung wichtig. „Jede Generation spielt anders“, inzwischen erleben beispielsweise Streetsoccer-Felder eine wahre Wiedergeburt in Sachen Beliebtheit.

Die Dorfgemeinschaft „Allrath aktiv“ hat sich bereits mit Wünschen bei den Verantwortlichen des Jugendamts um Hilde Seuring eingebracht. „Auf ausdrücklichen Wunsch werden jetzt bei der Neugestaltung des Kinderspielplatzes Am Windpark Fitnessgeräte angeschafft“, sagt Renner.

Im Ortsteil Noithausen wird am Spielplatz Grabenstraße gemäß Planung eine marode Spielkombination abgebaut und durch eine neue ersetzt, ebenso wird im Quartier Wevelinghoven am Heyerweg die marode Hängerutsche durch eine funktionstüchtige ersetzt. Und auch zwei größere Projekte stehen an, beide in Kapellen, und für beide ist zur Realisierung ein Zeitfenster von zwei Jahren definiert. An der Gleiwitzer Straße wird die Hängerutsche, deren Holzstufen zum Beispiel in die Jahre gekommen und recht morsch sind, im ersten Bauabschnitt durch Hangel- und Balanciergeräte ersetzt. Der vermischte Restplatz mit Schaukeln und einer Bank muss „neu vermessen“ werden, sonst könnte das Hügelgelände nicht neu konzipiert werden. Auch an der Neissestraße schlummert der Spielplatz eher eine Art Dornröschenschlaf, im ersten Bauabschnitt sollen hier eine neue Spielkombination, Rutsche und Doppelschaukel platziert werden – dann wird weiter konzipiert. Parallel dazu wird die Suche nach Spielplatzpaten fortgesetzt. Und 2020 wird die Sanierung fortgesetzt.

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