Grevenbroich: Rhein-Erft-Rallye für Oldtimer ist längst ein Selbstläufer

16. Auflage startet Ende April in Grevenbroich : Promi-Porsche fährt bei Rallye mit

Der Wagen des US-Schauspielers Peter Falk („Columbo“) startet in Grevenbroich.

h. Die Rhein-Erft-Rallye der Grevenbroicher Oldtimerfreunde hat längst ihren festen Platz in der Szene gefunden. Und so läuft die 120-Kilometer-Tour, die alljährlich Ende April auf dem Programm steht, schon fast wie von selbst. Denn viele Besitzer historischer Fahrzeuge melden sich weit im Voraus an, um dabei zu sein. Zurzeit wird die 16. Auflage vorbereitet.

„Und wir sind schon fast ausgebucht“, sagt Heinz Laumann, Sprecher der Oldtimerfreunde. 70 Autos und Motorräder wurden bereits angemeldet, darunter auch echte Museumsstücke wie ein Pickup-Truck von 1929 oder ein Ford A-Modell aus dem Jahr 1930. Viel mehr dürfen es auch nicht werden, denn bei 80 Fahrzeugen ziehen die Veranstalter einen Schlussstrich. „Ein größeres Starterfeld bekommen wir organisatorisch nicht gepackt“, sagt Laumann. Schließlich sind die Oldtimerfreunde kein großer Verein, sondern ein Zusammenschluss von etwa 30 Fans, die sich regelmäßig am Stammtisch treffen.

Dort wurde auch 2003 die Idee zur ersten Rhein-Erft-Rallye geboren, die seitdem in Zusammenarbeit mit dem Werbering für den verkaufsoffenen Sonntag im Rahmen des Stadtfestes „City-Frühling“ organisiert wird. Obwohl mittlerweile Routine eingekehrt ist: „Ganz leicht ist es nicht, diese Fahrt zu organisieren“, sagt Heinz Laumann. Bevor die Route ausgetüftelt wird, muss erst einmal festgelegt werden, wo die Teilnehmer zu Mittag essen. Klingt banal, ist aber ein Kraftakt: „Schließlich kommen da leicht schon einmal bis zu 200 Fahrer, Beifahrer und Streckenhelfer zusammen, für die eine passende Lokalität gefunden werden muss“, sagt Laumann. „Und natürlich muss es auch Park-Möglichkeiten für die Autos geben.“ Für die nächste Tour am 28. April sind die Oldtimer-Freunde bereits fündig geworden: auf einem Bauernhof in der Nähe von Erkelenz. Dessen Standort wird aber nicht verraten, denn dieses Ziel muss erst einmal von den Fahrern gefunden werden.

Start zur Ausfahrt ist wieder das ADAC-Fahrsicherheitszentrum

Auch bei der 16. Auflage wird wieder in mehreren Klassen gestartet, die vom Vorkriegsmodell bis zum Baujahr 1982 reichen. Eine Ausnahme wird aber gemacht: Ein Porsche Turbo von 1989 darf mit an den Start gehen – weil er ein ganz besonderes Auto ist. Erstbesitzer war nämlich der Schauspieler Peter Falk, der es als Inspektor Columbo zu Weltruhm brachte. Den Zuschauern, die am Nachmittag den Einlauf der Fahrzeuge auf der Karl-Oberbach-Straße verfolgen, soll schließlich etwas geboten werden.

Der Start zur Ausfahrt wird auch in diesem Jahr wieder im ADAC-Fahrsicherheitszentrum im Elsbachtal erfolgen. Mit dem Automobilclub verbindet der Stammtisch über die Rhein-Erft-Rallye hinaus längst eine feste Zusammenarbeit. Für den Oldtimer-Nostalgietag, der alljährlich an der Elfgener Dorfstraße stattfindet, nutzen die Grevenbroicher ihre vielfältigen Kontakte in die Szene. „Im vergangenen Jahr waren mehr als 500 Fahrzeuge dabei“, so Heinz Laumann zufrieden. Ob diese Zahl noch zu toppen ist, wird sich Ende September zeigen.

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