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Grevenbroich: Krisenstab beschließt Maßnahmen-Katalog

Weitere Schließungen wegen des Coronavirus : Grevenbroicher Krisenstab beschließt Maßnahmen-Katalog

Der Publikumsverkehr im Grevenbroicher Rathaus wird eingestellt, Bäder und Sportstätten sind geschlossen.

Der Krisenstab der Stadt Grevenbroich hat am Samstag zusätzliche Maßnahmen beschlossen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.„Die Situation entwickelt sich sehr schnell weiter“, sie erfordere „Veränderungen gegenüber unserem normalen Alltag“, sagte Bürgermeister Klaus Krützen. Die jetzt getroffenen Maßnahmen seien mit dem Rhein-Kreis Neuss und den kreisangehörigen Kommunen abgestimmt worden, um zu einer einheitlichen Vorgehensweise zu kommen.

Absagen

Alle städtischen und öffentlichen Veranstaltungen, unabhängig von der Teilnehmerzahl, sind bis auf Weiteres, mindestens bis zum Ende der Osterferien (19. April), abgesagt worden. Ebenfalls werden in dieser Zeit auch die Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse ausfallen. Die Stadt empfiehlt, private Veranstaltungen ebenfalls nicht durchzuführen. Bürgermeister Krützen und seine Stellvertreter werden ab sofort keine repräsentativen Termine mehr wahrnehmen.

Gebäude und Anlagen

Alle städtischen Gebäude sind bis mindestens zum 19. April geschlossen, einschließlich der Turnhallen und Bäder. Außensportanlagen stehen für den Vereinssport nicht mehr zur Verfügung. Das Schlossbad bleibt ab Montag, 16. März, geschlossen. Die Stadt empfiehlt, auch alle privaten und vereinseigenen Sportanlagen und Bäder zu schließen.

Kultureinrichtungen

Die Stadtbücherei, das Museum Villa Erckens, die Volkshoch- und Jugendkunstschule sind ab Montag bis mindestens zum 19. April geschlossen. VHS- und Juks-Kurse fallen aus. Die Ausleihfristen der Bücherei werden automatisch bis zur Wiedereröffnung verlängert.

Rathaus

Die Stadtverwaltung wird ab Dienstag, 17. März, bis mindestens zum 19. April für den Publikumsverkehr geschlossen. Unbedingt notwendige Behördengänge sind nur nach einer telefonischen Terminvereinbarung möglich.

Betreuung

Für die Kinder von „unentbehrlichen Schlüsselpersonen“ werden Notbetreuungen in Kindertagesstätten und Schulen (Klassen eins bis sechs) eingerichtet. Diese nehmen am Mittwoch, 18. März, ihren Betrieb auf. Für den Bereich der städtischen Kitas gilt: Eltern, die „unentbehrliche Schlüsselpersonen“ sind, haben am Dienstag eine Betreuungsmöglichkeit in ihren Stammhäusern.

Ab dem 18. März erfolgt dann die Betreuung in vier Notfall-Kitas, die noch bestimmt werden müssen. Träger nicht-städtischer Kitas sind aufgefordert worden, ebenfalls einen Notdienst anzubieten. Was die Schulen betrifft: Am Montag und Dienstag findet eine Betreuung statt, die Schulbusse fahren wie gewohnt. Weitere Infos zu den Schulen will die Stadtverwaltung mitteilen. Am Sonntag teilte die Stadt mit, dass der Teilstandort Parkstraße der Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule bereits ab Montag, 16. März, geschlossen ist.

Hotlines

Am Montag ist für den Bereich der Kindertagesstätten und -tagespflege eine Hotline eingerichtet. Sie ist von 8 bis 18 Uhr unter Tel. 02181/608333 erreichbar. Für die Schulen gilt Tel. 02181/6089192. Für Fragen zu Corona wird die Stadt am Dienstag, 17. März, eine Hotline einrichten, die täglich von 8 bis 18 Uhr besetzt ist.

Konferenz

Bürgermeister Krützen wird mit Sozialdezernent Ropertz und dem Mediziner Peter Cremerius am Montag, 16. März, von 18 bis 19 Uhr, die Fragen aus der Bevölkerung bei einer Facebook-Live-Veranstaltung beantworten.