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Grevenbroich: Ein Ritter in Hülchrath beim Bezirksverband Neuss der Schützenbruderschaften

Treffen des Bezirksverbandes im Schloss : Ritter besucht die Hülchrather Schützenbruderschaft

Detlef Brümmer kam am Samstag zum Bruderschaftsta.

Die 18 Bruderschaften des Bezirksverbandes Neuss der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften sind zum Jahresausklang mit ihrem Bruderschaftstag bei wechselnden Bruderschaften zu Gast. Am Samstag nun auf Einladung der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft in Hülchrath. Für Bezirksbundesmeister Andreas Kaiser „ein Tag, der in die Geschichtsbücher des Verbandes eingeht“. Kaiser spielte damit auf das geschichtsträchtige Palaisgewölbe von Schloss Hülchrath als außergewöhnliche Begegnungsstätte und den Ehrengast an. Kaiser: „Wir haben mit Detlef Brümmer einen Hochkaräter eingeladen, den Ehrenstatthalter der Deutschen Statthalterei und Mitglied der Heilig-Land-Kommission des Großmeisteramtes in Rom des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Denn wir beschäftigen uns auch mit Rittern und Ritterschaft.“

Orden ist weltweit in
36 Ländern verbreitet

Ein Ball, den Brümmer für die Vorstellung des Ritterordens vom Heiligen Grab gern auffing: „Wir reden beide vom Glauben. Schützen und Ritterorden haben mit ihrer Geschichte und mit ihren Zielen ähnliche Strukturen. Nur gehen wir mit unserer ehrenamtlichen Vereinigung einen Schritt weiter. Denn unsere Ziele sind, für die Christen im Heiligen Land zu sorgen, den Glauben zu bekennen und der Kirche und Gesellschaft zu dienen.“ Seinen Ursprung hat das Engagement im 14. Jahrhundert mit der Pilger-Bewegung zum Heiligen Grab. In diesem Sinne ist der 1868 für die pilgernde Ritterschaft gegründete Orden weltweit heute in 36 Ländern verbreitet; ihm gehören etwa 30 000 Mitglieder in 59 sogenannten Statthaltereien an. Eine davon, die deutsche mit 1500 Rittern, besteht seit 1945; Detlef Brümmer (81) war vier Jahre ihr Statthalter und darum der richtige Mann, über Geschichte, Organisation und Aufgaben der Laienorganisation zu berichten. Vor allem die Sicherung der religiösen Heimat von 60 christlichen Pfarreien in Israel, Palästina und Jordanien mit monetärer, medizinischer und humanitärer Hilfe. Und wie wird man Ritter? „Man wird berufen, braucht einen Bürgen, man muss katholisch sein und über ein gut gefülltes Bankkonto verfügen, damit wir uns den großen sozialen Aufgaben stellen können,“ so Brümmer. ho