Grevenbroich: Das Pascal-Gymnasium kommt endlich ans Netz

Sanierungsarbeiten in Grevenbroicher Schulen : Pascal-Gymnasium wird saniert

Möglich wird dies mit Landesmitteln aus dem Förderprojekt „Gute Schule 2020“.

Am Schwarzen Weg rücken keine Bagger an, um Großbauten vorzubereiten. Anstelle dessen werden in den Klassenzimmern am Pascal-Gymnasium Durchbrüche geschaffen und Kernbohrungen vorgenommen, um Kabelkanäle anzulegen. „1000 Meter werden benötigt, etwa 300 Meter sind bereits verlegt“, bilanziert Dirk Schwarz, Bereichsleiter Gebäudewirtschaft, den aktuellen Stand der Dinge. In den Sommerferien nämlich nutzen die ausführenden Firmen die Zeit, die „staub- und lärmintensiven Arbeiten“ durchzuführen, um die größte der weiterführenden Schulen der Stadt fit für die Zukunft zu machen. Salopp gesprochen führen die Mittel aus dem Landesförderprojekt „Gute Schule 2020“ das „Pascal“ aus der Kreidezeit in die Moderne. Ein Kostenvolumen von 220 000 Euro wurde veranschlagt.

Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt in der EDV-Infrastruktur

„Am Ende wird eine umfassende EDV-Infrastruktur in allen Klassenräumen geschaffen sein, mit der die Schule für einen mediengerechten Unterricht gerüstet ist“, weiß Schwarz. Bis es so weit ist, dauert es noch etwa ein halbes Jahr. Zunächst müssen die insgesamt sechs Kilometer Kabel platziert werden, die in schillerndem Grün für die Datenleitung zuständig sind und die von Mitarbeitern der ausführenden Firma wie Alicia Rudolph und Lars Ohmen derzeit im zweiten Obergeschoss verlegt werden.

Sind die großen Ferien vorbei, sollen die Krachmacherarbeiten absolviert sein, um dann „phasenweise Montageaufgaben“ durchführen zu können, wie Dirk Schwarz sagt. Je drei Bereiche mit etwa drei Klassen oder Fachräumen werden dann abschnittsweise während des laufenden Betriebs fertig gestellt. Als weitere „2020“-Maßnahme wird die innenliegende Außenfassade des Gebäudes neu gemacht. „Der Auftrag ist raus“, erst in der zweiten Ausschreibung konnte das Team der Gebäudewirtschaft eine Firma finden. „Die Bauindustrie boomt, auch Dank ‚Gute Schule 2020’“, wissen die Beteiligten. Weil die Nachfrage so enorm ist, kommen als Resonanz auf Ausschreibungen „nicht etwa viel zu teure Angebote, es kommen gar keine“.

„Wir könnten bereits die nächste Schule an den Start bringen, hätten wir entsprechende Firmen“, sagt Schulamtsleiter Thomas Staff mit Blick auf noch bevorstehende „2020“-Umrüstungen an den Grundschulen, der Wilhelm von Humboldt-Gesamtschule am Standort Hans-Sachs-Straße sowie einem letzten Gebäudeteil an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule.

Um „keinen Cent liegen zu lassen“, wie die beiden Verwaltungsmitarbeiter betonen, wurde ab 2017 damit begonnen, Fördermittel für die einzelnen Schulen zu beantragen. 2020 ist das letzte Förderjahr, aber erst 2021 müssen die letzten Mittel investiert worden sein.

Konkret fürs „Pascal“ bedeutet die Umsetzung, dann in 59 Räumen Wlan nutzen zu können. Mit Apple TV, Projektionstafeln, Kurzdistanzbeamern sowie Access-Points „kann die Schule ins digitale Zeitalter starten“, wie Thomas Staff das längst von „Pascal“-Lehrern ausgearbeitete Medienkonzept beschreibt.

Dieses Papier ist insgesamt 30 Seiten stark und setzt um, was ab 2020 als sogenannter Medienkompetenzrahmen NRW im Lehrplan verankert werden muss. Die finanziellen Mittel dafür kommen teils von der Stadt, zur Restausstattung wurde vom „Pascal“-Kollegium ein durch die Eltern finanziertes Miet-Kauf-Konzept erstellt. Letztlich sei das ein attraktives Angebot für deren Kinder, denn um auf den späteren Beruf vorzubereiten, ist technisches Wissen elementar.

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