Sportereignis in Grevenbroich : Orga-Team ist bereit für den Citylauf

Am Freitag, 28. Juni, steht das Laufereignis in Grevenbroich auf dem Programm.

Wer ein Ass aus dem Ärmel ziehen möchte, muss es dort vorher platziert haben. Die Showmaster-Weisheit Rudi Carrells gilt im übertragenen Sinn für das Organisationsteam des Citylaufs. Damit Freitag, 28. Juni, ab 17.30 Uhr, beim Startschuss für den Familienlauf sowie die weiteren Wettbewerbe alles parat ist, geben Ute Nellessen, Anke Herm, Thorsten Malhofer, Christian Döhmelt, Willy Helfenstein zusammen mit Bernd Juckel derzeit alles.

Ginge es nach dem Orga-Team, in den vergangenen Jahren zu einer eingeschworenen Gemeinschaft mit Schwerpunkt-Können quasi eins geworden, könnte es jetzt losgehen. „Es ist alles vorbereitet“, beschreibt die Gruppe den Stand der Dinge. Dass alles im perfekten Fluss ist, ist dem „überdurchschnittlich gut organisierten Projektleiter geschuldet“, lobt Thorsten Malhofer Bernd Juckel. „Er ist perfekt präpariert.“ Im fünften Jahr gibt es den Citylauf, an dem im vergangenen Jahr die Rekordmarke von 2661 Läufern teilnahm. „In diesem Jahr rechnen wir mit etwa 2500 Läufern“, sagen die Organisatoren.

Im Vorfeld gibt es
eine genaue Planung

„Mittlerweile sind mehr als 100 Helfer im Einsatz“, rechnet Willy Helfenstein vor. Aus der Mitte der Vereinsmitglieder der SG Neukirchen-Hülchrath geboren, ist dieser Personaleinsatz längst nicht mehr ausschließlich von den Clubmitgliedern zu stemmen: Im Vorfeld muss mit Stadt, Ordnungsbehörden, Sicherheitsleuten oder dem Sanitärdienst minutiös genau der Plan entwickelt werden, wie das Event, einer der größten Laufveranstaltungen im Rhein-Kreis, reibungslos abläuft. Aber nicht nur die Sicherheit ist wichtig, Kleinkram vom Kuli bis zur Steckerleiste müssen ebenfalls zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein. „Pro Läufer brauchen wir vier Sicherheitsnadeln“, rechnet Anke Herm die Befestigung der Startnummern auf den Trikots vor. „Weil nicht jeder abgezählte Nadeln nimmt, sondern manche auch eine Handvoll, rechnen wir mal lieber großzügig“, multipliziert sie auf 12 000 hoch. Hinweisschilder müssen gelayoutet, gedruckt und laminiert werden, wohin welches soll und wie viele welcher Sorte nötig sind, notiert Christian Döhmelt akribisch in sein Notizbuch. „Flatterband müsste noch im Keller sein“, vermutet Thorsten Malhofer. „Und sonst gucken wir in der Garage oder in den Materialschrank“, ergänzt Ute Nellessen.

Listen und Protokolle werden
in einer Datenbank hinterlegt

Der Pollerschlüssel darf nicht vergessen werden, leicht umkippbare Pylone sind Blödsinn, da setzt das Orga-Team lieber auf professionelles Material. Bleibt die Frage, wann die in diesem Jahr signalrot leuchtenden T-Shirts mit der sonnengelben Aufschrift an die Helfer verteilt werden. „Und was ist eigentlich mit Nachmeldezetteln und Korrekturblättern?“

Punkt für Punkt wird von Bernd Juckels Liste gestrichen, Namen und Haken markieren, wer für was zuständig ist. „Wir haben eine gute Datenbank, dort hinterlegen wir Listen und Protokolle“, beschreibt Christian Döhmelt die Vorbereitung. „Wir sind perfekt eingespielt“, sagt Bernd Juckel. Bei der ersten Veranstaltung war alles neu, beim dritten Mal „ein Sprung, weil wir die 2000er Teilnehmerzahl knackten“, seit vergangenem Jahr läuft’s wie geschmiert.

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