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Grevenbroich: Auf Riesen-Rampe auf den Damm

NRW : Eine gewaltige Rampe für den Bahndamm

Laut Stadt sieht der neue Zuweg nach Bau und Bewuchs nicht mehr so wuchtig aus.

Ein recht gewaltiges Bauwerk entsteht zurzeit an der L 142 am Zugang auf den Strategischen Bahndamm. Wo Spaziergänger früher zum Teil halsbrecherische Treppen und schmale Pfade auf den Damm überwinden mussten, erstreckt sich jetzt von der Straße aus eine noch unfertige, breite und sehr lange Rampe hoch auf den Weg in Richtung Neukirchen. So mancher, der vorbei kommt, ist angesichts der Dimension verwundert. Der Bau ist Teil der seit mehreren Monaten laufenden Neugestaltung des Strategischen Bahndamms, der als solcher nie fertiggestellt wurde.

Mit Fördermitteln wird der langgezogene Naherholungsraum von Rommerskirchen bis Neuss für Spaziergänger und Radler ausgebaut, werden noch Sichtfenster mit Blick in die Landschaft und „Erzählstationen“ mit Infos geschaffen. Wichtiger Bestandteil des Projekts ist der Bau von Zugangsrampen an den Kreuzungen mit der L 142 nördlich Jägerhof und an der Hülchrather Straße (K 33) bei Neukirchen. Wer bislang auf den Damm wollte, musste recht gut zu Fuß sein und geeignetes Schuhwerk tragen, bei Regen bestand sonst Rutschgefahr.

Mit solchen Barrieren soll nach der Neugestaltung Schluss sei, auch Fußgänger mit Rollator oder Kinderwagen sollen die Chance haben, auf dem Damm spazieren gehen zu können. Doch die Größe der im Bau befindlichen Rampe erinnert eher an eine Autozufahrt. „Das sieht nur jetzt im Moment so gewaltig aus, weil der Bewuchs der Randbereiche entfernt wurde“, erklärt Stadtsprecher Lukas Maaßen. „Wenn das alles wieder grün ist, fallen die neuen Böschungen nicht mehr auf.“

Kritik hatte es zuvor auch an der Breite des neuen Spazier- und Radwegs auf dem Damm gegeben. Die Stadt wies bei einem Ortstermin darauf hin, dass die 50 Zentimeter breiten Bankette an den Seiten des 2,50 Meter breiten Weges schnell zuwachsen würden. Zur Länge der neuen Rampe erklärt Lukas Maaßen: „Eine flache Neigung ist wichtig, um beispielsweise auch Rollstuhlfahrern leichten Zugang zu ermöglichen. Dafür ist eine Neigung von sechs Prozent erforderlich.“ Dadurch falle die Rampe länger aus.