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Grevenbroich: Alle Schützenfeste im Juni sind von der Stadt abgesagt

Stadt Grevenbroich hat entschieden : Schützenfeste fallen in Grevenbroich aus

Um Klarheit zu schaffen, will die Stadt bis Ende Juni keine Veranstaltung genehmigen.

Im Juni werden keine Schützenfeste im Grevenbroicher Stadtgebiet stattfinden. Das sagte Bürgermeister Klaus Krützen. Zu den Festen, die im Juli und August gefeiert werden sollen, ist noch keine Entscheidung gefallen.

Großveranstaltungen dürfen nach jüngster Verordnung bis 31. August nicht stattfinden – doch: „Eine Definition, ab wie vielen Besuchern ein Event zu einer Großveranstaltung wird, liegt uns bislang nicht vor“, beklagt Krützen. Da er den Schützenpräsidenten zugesagt hat, für Klarheit zu sorgen, habe der Krisenstab der Stadt entschieden, für den Monat Juni die bisherige Regelung beizubehalten und keine Veranstaltungen zu genehmigen.

Das gilt für die Schützenfeste in Noithausen, Kapellen, Hülchrath und in der Südstadt. „Aber auch für Biwaks, die in diesem Zeitraum geplant sind“, sagt der Bürgermeister. Er hofft darauf, dass sich die Innenminister der Länder in den nächsten Tagen auf eine einheitliche Definition verständigen – „damit die Vereine, die im Juli und August feiern wollen, rechtzeitig Klarheit haben“.

Ob bis Ende August überhaupt ein Schützenfest gefeiert werden darf, ist unklar. „Natürlich bleibt abzuwarten, wie das Land das Wort ,Großveranstaltungen’ definiert“, sagt Robert Hoppe, Bezirksbundesmeister und Chef der Gindorfer Sebastianer: „Aber für mich macht es keinen Sinn, ein Schützenfest in Wevelinghoven abzusagen und beispielsweise unser Fest in Gindorf durchzuführen, weil wir hier von kleineren Dimensionen sprechen. Die Ansteckungsgefahr ist überall gleich groß.“ Der Schutz der Gesundheit gehe vor.

Abgesagt wurden zwischenzeitlich auch das Streetfod-Festival (5. Juni) und die Musical-Nacht im Stadtpark (6. Juni), das Mallorca-Spektakel „Oben ohne“ (27. Juni) und die Playa Grevenbroich (14./15. August) mit Live-Konzerten der Paveier und der Spider Murphy Gang. Letztere soll laut den Veranstaltern Marc Pesch und Dustin Thissen im nächsten Jahr nicht in der geplanten Form wiederholt werden. wilp