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Ein Festzug der Superlative im Jubiläumsjahr

Ein Festzug der Superlative im Jubiläumsjahr

Die Grevenbroicher Schützen feierten ausgelassen ihren König Axel I. Holzhausen. Auch das Wetter spielte mit.

Grevenbroich. Wie berauscht fühlte sich Majestät Axel I. Holzhausen nach der Parade am Sonntagabend. „Es ist schwierig, dieses Erlebnis in Worte zu fassen. Die ganzen verschiedenen Eindrücke muss ich erst einmal verarbeiten“, sagte der Schützenkönig.

In der Tat hatte der BSV Grevenbroich im Jahr des Stadtjubiläums einen Festumzug der Superlative auf die Beine gestellt: 1700 Teilnehmer marschierten mit — darunter rund 600 Musiker, 15 Abordnungen von Edelknaben und Schützenjugend sowie Gäste aus den Partnerstädten. Die 40 Pferde rundeten das Bild ab: Vier Kutschen — von Miniponys bis zu Kaltblütern — und das Orkener Damen-Korps „L’Equipe Noir“ zogen gemeinsam mit einer berittenen Artillerie aus Neuenhausen durch Grevenbroich.

Die Parade zu Ehren von Königspaar Axel und Kristina Holzhausen war wohl eine der längsten der vergangenen Jahre - kein Wunder, bei dem Rekord-Regiment. Und auch das Wetter spielte mit. Trotz dunkler Wolken kamen die Aktiven ebenso trocken davon wie die Zuschauern am Zugweg. Die ersten Regentropfen fielen erst wenige Minuten nach der Parade.

Dabei hatten die Grevenbroicher Schützen am Sonntagnachmittag schon einen langen Tag hinter sich. Nach dem Festgottesdienst in der Christuskirche wurden am Vormittag der Edelknaben- und der Jugendschützenkönig geehrt.

Dass die Grevenbroicher beliebte Gastgeber sind, hatte sich schon am Samstag bei der Serenade auf dem Marktplatz abgezeichnet, als acht Musikvereine vor außergewöhnlich großem Publikum aufspielten. Gekommen waren nicht nur Bundes-, Landes- und Kreisprominenz, sondern auch Gäste aus den Partnerstädten Kessel und Auerbach. „Mit so vielen Gästen haben wir gar nicht gerechnet. Da müssen wir improvisieren“, sagte BSV-Präsident Peter Cremerius.

Auch aus den umliegenden Orten waren viele Vereine dabei. „In den 36 Jahren seit der Kommunalreform sind die einzelnen Stadtteile zusammengewachsen. Trotzdem hat jeder Ort seine Identität und Geschichte behalten“, sagt Cremerius. „Das ist eines der großen Verdienste in der 162-jährigen Geschichte des BSV Grevenbroich.“

Am Montag steht der traditionelle Frühschoppen im Festzelt auf dem Programm. Am Dienstag um 18 Uhr zieht noch einmal der Fest- und Fackelzug durch die Straßen. Letzterer begeisterte am Samstag mit zwölf Großfackeln die Zuschauer. Das neue Königspaar wird Dienstagabend auf dem Krönungsball gefeiert.