E-Autos sollen in Grevenbroich kostenlos parken können

Elektromobilität in Grevenbroich : E-Autos sollen gratis abgestellt werden dürfen

Die Grünen haben einen entsprechenden Antrag gestellt. Ausschuss soll entscheiden.

Wer ein Auto mit Elektroantrieb statt mit Verbrennungsmotor steuert, kann vielleicht bald in der Innenstadt Parkgebühren sparen. Die Grünen fordern, dass die Stadt Elektro-Autos Vorteile gewähren soll. „Fahrzeuge mit E-Kennzeichen sollen auf allen öffentlichen Parkplätzen kostenfrei parken können“, erklärt Fraktionsvorsitzender Dirk Gawlinski in einem Antrag, mit dem sich am kommenden Donnerstag, 6. Juni, der Bauausschuss befassen wird. „Angesichts des fortschreitenden Klimawandels ist es notwendig, dass die Stadt ein deutliches Zeichen für eine emissionsfreie Elektromobilität setzt“, erläutert der Fraktionschef.

Die Stadtverwaltung unterstützt das Vorhaben. „Wir wollen einen kleinen Anreiz für die Benutzung von Elektrofahrzeugen schaffen“, sagt Stadtsprecher Stephan Renner. „Dies fügt sich auch gut in das Programm von NEW für den Aufbau von Ladestationen im Stadtgebiet ein.“ Solche Lademöglichkeiten befinden sich unter anderem an der Bahn- sowie der Karl-Oberbach-Straße, ebenso wie in Wevelinghoven. Die rechtliche Basis für die Bevorrechtigung von „Stromern“ beim Parken bildet das vor vier Jahren in Kraft getretene Elektromobilitätsgesetz. Ermäßigungen sind dabei ebenso möglich wie eine vollständige Befreiung von den Parkgebühren. Beigeordneter Florian Herpel weist aber auf eine Bedingung hin. Voraussetzung dafür, an den Parkautomaten kostenfrei zu parken, ist ein amtliches Kraftfahrzeug-Kennzeichen mit dem Zusatz „E“, für im Ausland zugelassene Fahrzeuge eine blaue Plakette. Wer auf dem Kennzeichen seines in Deutschland angemeldeten Elektroautos kein zusätzliches „E“ stehen hat, muss auch in Zukunft an den rund 15 Automaten im Stadtgebiet wie andere seine Parkgebühr bezahlen. Ansonsten riskiert er eine Verwarnung.

Vorerst aber sollten alle E-Auto-Fahrer weiter die Parkautomaten im Stadtgebiet mit Geld „füttern“, um kein Knöllchen zu bekommen. Schließlich muss erst die Politik entscheiden, danach ist eine Bekanntmachung erforderlich, ab wann das Vorrecht gilt. cso-

Mehr von Westdeutsche Zeitung