Der Freizeitpark "Bobbolandia" in Grevenbroich wird weiter ausgebaut

XXL-Abenteuerspielplatz in Neurath : „Bobbolandia“ wird zu einem Allwetterpark

Die beiden Betreiber wollen für die Freiluftanlage im Herbst neue Ideen umsetzen.

Ende März begann in den meisten großen Freizeitparks Deutschlands die Sommersaison. So auch in „Bobbolandia“. Wichtigste Neuheit in Grevenbroichs Abenteuerland: Im Herbst soll das Gelände ausgebaut werden. Das berichtet Thomas Glisin, mit Kai Fischer Betreiber des XXL-Spielplatzes. Noch vom Hauptpark durch einen Zaun getrennt, wird das zukünftige Gebiet von etwa 15 000 Quadratmetern vorbereitet, wie der Betreiber sagt. „Ein Arbeitsweg ist so angelegt, dass er von Baufahrzeugen genutzt werden kann.“

Darüber, welche Attraktionen platziert werden sollen, hüllt sich der Freizeitparkchef in Schweigen: „Wir sind ja keine Planer.“ Eine Überlegung bei der Ausgestaltung ist, das neue Areal teilweise zu überdachen. „Bislang sind wir ein reiner Freiluftpark“, bis auf an den Grillstationen gebe es „keine Überdachungen“, vor allem nicht, was Spielgeräte angeht.

Die Betreiber zeigen sich sehr zufrieden mit der Besucherzahl

Das könnte an dieser Ecke anders werden. „An Regentagen könnten Kinder dann trotzdem spielen. Und wir wären dann ein Allwetterpark.“ Wobei sich Glisin und Mitstreiter über die Besucherfrequenz „wirklich nicht beschweren können. Wir sind sehr zufrieden mit der vergangenen Saison“, sagt er über die Bilanz 2018. „Es hängt halt alles sehr vom Wetter ab. Bei schönem Wetter posten wir auch nichts mehr in sozialen Netzwerken oder machen Reklame, da ist ,Bobbolandia’ sowieso voll.“ An Spitzentagen zählt der Freizeitpark bis zu 3000 Besucher.’

Die 70 Grillhütten sollen um eine Grillstation erweitert werden

Sie alle strömen auf das 60 000 Quadratmeter weite Spiel- und Freizeitvergnügen, das familienkompatibel ist. Damit die Jüngsten im Kinderwagen problemlos von den einzelnen Spiel- und Aufenthaltsgelegenheiten wie Kettcar- oder Seilbahn, Wasserspraypark oder Grillhäusern und auch Senioren ihre Rollatoren hinter den umherspringenden Enkeln herschieben können, wurde das Wegenetz aus- und umgebaut. Besonders beliebt ist „Bobbolandia“ bei Grill-Freunden. Zu den 70 Grillhütten soll jetzt eine zentrale Grillstation aufgebaut werden – „nur zur Zubereitung, nicht zum Verweilen.“ Die entsprechenden Gerätschaften sind angeschafft und sollen auf einer der Rasenfreiflächen installiert werden. „Bis Mitte Mai sind wir damit fertig“, weitere Veränderungen stehen nicht an.

„Bei allem, was wir machen, wollen wir einen Spielwert schaffen und setzen auf Qualität“, sagt Glisin. 2015 als reiner Wasserspielplatz auf dem vormaligen Gelände des Wellenbads eröffnet, hat sich der Freizeitpark längst generationenübergreifend etabliert. Als neue Spaßattraktion steht jetzt ein überdimensioniertes Kletterrad nebst Wackelpilz auf einem Wassergelkissen bereit. „Wir haben viele Ideen. Aber oft ist es schwer, sie umzusetzen“, so schwebt den Parkbetreibern schon lange ein Spielspaß mit Softbällen vor. „Aber wenn sie im Wasser landen, werden sie unbrauchbar, andere Gäste stecken sie einfach ein und nehmen sie mit“, das sei „zu kostenintensiv“.

Um die Parkpächter langfristig an die Stadt zu binden, forderte die Politik, die Stadt solle den Betreibern das große Areal verkaufen. „Wollte die Stadt an uns verkaufen, müsste sie auf uns zukommen“, kommentiert Glisin. Würde die Diskussion in diese Richtung geführt, müsste es „ein attraktives Angebot“ sein, führt der Geschäftsführer zum Wert des Grundstücks und dem zu zahlenden Preis aus. von

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