Das Neue Rathaus wird saniert

Einige Dienststellen ziehen um. Stadt investiert zwei Millionen Euro.

Grevenbroich. Das Anfang der 80er Jahre erbaute „Neue“ Grevenbroicher Rathaus ist in die Jahre gekommen. Eine marode Heizungsanlage etwa erschwert seit Jahren die Arbeit der rund 160 städtischen Mitarbeiter, die im Gebäude am Marktplatz ihren Dienst versehen. Nun steht eine Grundsanierung an.

Anfang Mai soll mit den Arbeiten begonnen werden. Die Mitarbeiter müssen allerdings nicht alle auf einmal umziehen, denn die Sanierung wird etagenweise umgesetzt. Mit der Bauausführung und der strategischen Planung der Arbeiten hat der Gebäudeeigentümer, die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), das Architekturbüro Lenze beauftragt. Architekt Tim Feldkamp erläutert die geplante Vorgehensweise: „Wir beginnen im ersten Obergeschoss und arbeiten Etage für Etage ab, so dass der Verwaltungsbetrieb weiter laufen kann. Dies ist eine große Herausforderung.“

Versorgungsleitungen für Strom, EDV, Wasser und Heizung, Lüftung und Sanitäreinrichtungen sowie Böden, Decken und die Brandschutzanlagen werden ausgetauscht und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Bis Weihnachten soll das Neue Rathaus auch wieder wirklich neu sein. Für die Grevenbroicher, die mit der Verwaltung zu tun haben, wird dies nicht ohne Behinderungen von statten gehen. Einige Dienststellen müssen zumindest zeitweise ausgegliedert werden, und der Haupteingang wird für den Publikumsverkehr gesperrt. Ersatzweise soll ein bislang nicht geöffneter Eingang „D“ neben dem Haus Portz für Entlastung sorgen.

Umziehen wird die städtische Betreuungsstelle, ab dem 22. April ist dieses Amt an der Kölner Straße 1 zu erreichen. Die Wohnungsförderung zieht an die Breite Straße 29. „Wir nutzen die Gelegenheit und konzentrieren einige Bereiche an neuen Standorten“, erklärt Dezernent Claus Ropertz. So wird die Jugendhilfe in die Alte Feuerwache einziehen und dort auf Dauer bleiben. Die Wirtschaftsförderung zieht zunächst an die Breite Straße. „Wir werden auf unserer Internetseite stets die aktuellen Standorte veröffentlichen und auch mit Hinweisschildern aufklären“, erläutert Bürgermeisterin Ursula Kwasny.

Fast zwei Millionen Euro nimmt die SEG in die Hand und investiert auch in die vermieteten Ladenlokale. Dort sei ebenfalls mit Beeinträchtigungen zu rechnen, erklärt SEG-Geschäftsführerin Monika Stirken-Hohmann.

Die Kommunikation mit den Behörden soll auch während der Arbeiten weitgehend ungestört über das Telefon und Internet weiterlaufen, denn Mailadressen und Telefonnummern bleiben unverändert.