Bundespräsident zeichnet die Wevelinghovenerin Gertrud Stöcker aus

Gertrud Stöcker erhält Verdienstkreuz erster Klasse : Grevenbroicherin erhält Auszeichnung

Gertrud Stöcker macht sich seit vielen Jahren für die Aufwertung des Pflegeberufs stark.

Unter dem Motto „Engagement bildet“ hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier jetzt 13 Frauen und elf Männer im Schloss Bellevue mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Zum Tag des Ehrenamtes würdigte er damit ihren herausragenden Einsatz in unterschiedlichen Bereichen der Bildung.

Neben Basketball-Legende Dirk Nowitzki und „Maus“-Moderator Ralph Caspers wurde in Berlin auch eine Wevelinghovenerin geehrt: Gertrud Stöcker erhielt das Verdienstkreuz erster Klasse. Die 72-Jährige macht sich seit vielen Jahren für die Aufwertung des Berufs der Pflegefachkraft stark – in Zeiten des demografisch bedingten Pflegenotstands ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen.

Bereits 1999 erhielt Stöcker
das Bundesverdienstkreuz

Begonnen hat ihr Engagement vor mehr als 30 Jahren im Bundesverband „Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe“, dessen Ehrenvorsitzende sie heute ist. Hier begleitete sie bundes- und europaweit Novellen des Krankenpflegegesetzes. Gertrud Stöcker war Mitglied im beratenden Ausschuss für die Ausbildung in der Krankenpflege bei der Europäischen Kommission und gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Bildungsrates für Pflegeberufe. Dieser befasst sich mit allen Aspekten der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pflegeberufe in Theorie und Praxis. Seit vielen Jahrzehnten bringt sich die Wevelinghovenerin als national und international führende Expertin in Fragen der Pflegebildung ein, zuletzt im Zusammenhang mit der Reform der Pflegeausbildung.

Für ihr vielfältiges Engagement wurde Gertrud Stöcker bereits im Jahr 1999 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 2016 verlieh ihr der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe die Goldene Ehrennadel. Zudem ist sie Ehrenmitglied des Netzwerkes „Pflege braucht Eliten“.„Sie tun Dinge und verändern das Gesicht unseres Landes. Sie verändern es zum Guten. Sie tragen dazu bei, dass das Leben in unserem Land für andere und damit für uns alle besser wird“, lobte der Bundespräsident das Engagement der insgesamt 24 Frauen und Männer aus allen Teilen Deutschlands, die sich alle für die Bildung einsetzen. Diese sei eine Grundlage „für eine gerechte Gesellschaft, Grundlage für die Zukunft unseres Landes, Grundlage für unsere Demokratie“, sagte Frank-Walter Steinmeier im Rahmen der Ordensverleihung. wilp

(wilp)