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Gefährlicher Einsatz: Schnappschildkröte im Neusser Stadtgarten

Gefährlicher Einsatz : Schnappschildkröte im Neusser Stadtgarten sorgt für Aufsehen

Eine ungewöhnliche tierische Entdeckung machten am Freitagvormittag Passanten im Stadtgarten Neuss. Dort tummelte sich eine Schnappschildkröte. Die Begegnung mit dem gepanzerten Exot hätte gefährlich werden können.

Passanten hatten die Feuerwehr und die Polizei alarmiert, als sie das Tier entdeckten. Als die Feuerwehrmänner die Schildkröte einfangen wollte, schnappte sie laut hörbar zu. Zum Glück erfolglos, wie die Polizei mitteilte.

Polizistin beim Einsatz im Stadtgarten Neuss. Foto: Kurier-Verlag/Polizei

Es kam aber niemand zu Schaden. Woher das Reptil stammt und wie es in den Park gelangte, war zunächst unklar. Möglich sei, dass sie in den Tümpeln des Stadtgartens gelebt habe oder von jemandem ausgesetzt worden sei, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Schildkröte wurde in den Düsseldorfer Aquazoo gebracht.

Schnappschildkröten kommen ursprünglich in Nordamerika vor. Auf Grund ihrer Aggressivität ist ihre Haltung in Gefangenschaft schwierig. Die Bisse der Tiere könne zu ernsthaften Verletzungen führen, zudem verteidigt sich das Tier bei Gefahr auch mit den Krallen an Vorder- und Hinterbeinen.

Vor wenigen Jahrzehnten wurden Schnappschildkröten als Babys nach Deutschland eingeführt. Da die Tiere mittlerweile groß geworden sind, werden sie oft von den Haltern freigesetzt. Die Exoten werden gelegentlich in Teichen, Baggerseen oder Flüssen gefunden. In Deutschland gilt mittlerweile ein Besitz- und Vermarktungsverbot, berichtet der Naturschutzbund Nabu.

(red/dpa)