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Wirtschaftshilfe in Corona-Krise: Gastronome greifen nach Zuschusspaket

Wirtschafts-Hilfe in Corona-Krise : Gastronomie freut sich über Zuschusspaket

Wegen der Corona-Krise hat die Politik finanzielle Hilfen für die Wirtschaft beschlossen. Vor allem die gebeutelte Gastronomie greift auf die Möglichkeit eines nicht rückzahlbaren Miet- oder Zinszuschusses zurück.

Um die negativen Folgen der Corona-Krise für die Dormagener Wirtschaft abzufedern, hat die Stadt ein Zuschusspaket geschnürt. „Besonders hart von der Krise betroffene Unternehmen können je nach Größe einen Zins- oder Mietzuschuss von bis zu 6250 Euro beantragen. Dieser Betrag ist nicht zurückzuzahlen und soll bei der kurzfristigen Liquiditätssicherung helfen“, erklärt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Es wird rege nachgefragt“, sagt Kämmerin Hannelore Drosten. „Bisher wurden 67 Anträge im Rahmen des Zuschuss-Programms gestellt, von denen 30 bereits genehmigt und ein Betrag von 71 000 Euro ausgezahlt werden konnte.“

Der Hauptausschuss hat das Zuschusspaket in seiner Sitzung am 12. Mai beschlossen. Einstimmig stellte die Politik außerplanmäßige Mittel für 2020, 2021 und 2022 bereit – als Zinszuschuss oder als Mietkostenzuschuss. Solo-Selbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten sollen bis zu 2250 Euro erhalten können, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten bis zu 3750 Euro und Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten bis zu 6250 Euro. Die Antragsstellung ist seit 25. Mai möglich.

„Besonders für kleine Unternehmen aus der Gastronomie ist das städtische Zuschussprogramm eine wichtige Unterstützung in der Corona-Krise“, so Wirtschaftsförderer Michael Bison. Die SWD hat das Zuschussprogramm mit der Stadt ausgearbeitet. Je nach Branche ist es für viele Unternehmen nur mit öffentlichen Zuschüssen möglich, das Überleben des Betriebes zu sichern.

Boris Orschel, Inhaber der Ückerather Traditionsgaststätte Manes am Bösch, hat einen positiven Bescheid und den Zuschuss bekommen. „Das ging schnell und relativ unbürokratisch. Und es hilft uns kurzfristig. Am Ende trägt sich der Betrieb aber nur, wenn das Geschäft wieder richtig anzieht. Im Moment läuft es zwar noch eher schleppend, dennoch planen wir zum Beispiel für den Herbst Aktionen für unsere Gäste“, so Orschel. „Ich weiß, dass am Jahresende Umsatzeinbußen von mindestens 200 000 Euro stehen. Gerade der Wegfall von Gesellschaften schmerzt uns sehr. Und es ist natürlich ein Riesenaufwand, die behördlichen Hygieneauflagen zu erfüllen“, sagt der Wirt.

Auch Marion und Bart Allard vom Zonser Hotel Schloss Friedestrom und Restaurant Zum Volksgarten loben die Stadt für ihre Unterstützung in der Corona-Krise: „Wir werden durchgehend und transparent mit Informationen versorgt und fühlen uns mit unseren Problemen nicht alleine gelassen. Die Terrassensondernutzungsgebühren wurden uns komplett erlassen, bereits bezahlte Rechnungen für Parkausweise erstattet, und nun haben wir unbürokratisch einen Zuschuss von 6250 Euro erhalten. Auch wenn das alles angesichts der wirtschaftlichen Lage für uns nur einen ,Tropfen auf den heißen Stein‘ bedeutet: es hilft – und wir sind sehr dankbar für jede Hilfe, die wir bekommen.“