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Wenige Stunden alter Säugling vor der Haustür gefunden

Wenige Stunden alter Säugling vor der Haustür gefunden

Ein Bewohner fand das kleine Mädchen. Es lag schlafend in einem Einkaufskorb.

Dormagen. Als der Bewohner eines Hauses in Rheinfeld am frühen Samstagmorgen gegen 0.10 Uhr einen Blick vor seine Haustür warf, traute er seinen Augen nicht: In einem blauen Einkaufskorb, eingewickelt in eine kuschelige Decke, lag ein schlafender Säugling. Der Bewohner alarmierte sofort die Polizei.

Als die wenig später eintraf, stellte sie fest, dass das Kind anscheinend erst wenige Stunden alt war. Eine Baby-Notärztin kümmerte sich um das kleine Mädchen, das anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden musste. „Dem Kind geht es aber so weit gut“, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag. Inwieweit es jedoch Schaden davon tragen wird, ist noch unklar.

Sofort nahm die Polizei die Ermittlungen zur Identifizierung der Mutter auf. „Wir hoffen vor allem auf Hinweise durch Zeugen oder Bekannte der Frau“, erklärte der Polizeisprecher. Bis Sonntagnachmittag waren nach Angaben der Beamten noch keine Zeugenaussagen eingegangen. Man rechne aber fest damit, dass sich noch Bürger melden würden.

Auch die vielen Fotos von Strampler, Decke und Korb sollen helfen, die Umstände dieser ungewöhnlichen Tat zu klären. Das Neugeborene lag in einem blauen Stoffeinkaufskorb mit silberfarbenen Bügeln und schwarzem Griff. In dem kleinen Korb lag eine hellblaue Babywolldecke mit Bärchenmotiven, eine gelbe Decke mit Affenmotiven und ein blau-weiß gemusterter Kissenbezug.

Das kleine Mädchen trug einen weißen, kurzärmeligen Body mit der Aufschrift „Hier kommt Ärger“. Außerdem befanden sich noch weitere Kleidungsstücke wie Pullover, Strampler und Strumpfhosen in dem Korb. Die Sachen sind erkennbar abgetragen.

Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise auf die mögliche Kindsmutter und die Herkunft der beschriebenen und fotografierten Sachen geben können. Wer etwas zu dem kleinen Mädchen, der Mutter oder den Kleidungsstücken sagen kann, meldet sich bei der Polizei unter 2 02131/3000. maka