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Weltbaustellen-Wandbild für die Stadtbibliothek Dormagen

Kunst in Dormagen : Stadtbibliothek bekommt Wandbild

Künstler erklärten Weltbaustellen-Werk.

Den Hintergrund bilden die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft – in der indianischen Anordnung in den Himmelsrichtungen. Darauf sind Nervenbahnen platziert und symbolhafte Umrisse von Herz, Hirn und Hand sowie eine Menschenmenge am unteren rechten Rand, die sich „um die Ecke“ weiter schlängeln könnte. Das große Gemälde, das im Rahmen der „Weltbaustellen“-Aktion die weiße Wand der Stadtbibliothek zur Helbüchelstraße hin schmücken soll, wurde nun in der Bücherei von den Künstlern erläutert. Denn Uta Göbel-Groß aus Aachen und Thabo Modise aus Südafrika, der nun in Aachen lebt, haben in acht Arbeitstreffen gemeinsam das eher akademische UN-Nachhaltigkeits-Ziel „Bildung“ in bunte Kunst mit Herz, Hirn und Hand umgesetzt.

„Bildung heißt auch Gefühle, Sinne und Verstand“, weist Thabo Modise auf das Zusammenspiel von Denken, Fühlen und Handeln hin. „Alles, was wir wissen und können hat mit Herz, Hirn und Hand zu tun“, so Uta Göbel-Groß. Dazu haben die beiden Künstler auch sieben Felder mit Wissens- und Kultur-Elementen belegt: Embryologie/Evolution, die Himmelsscheibe von Nebra, die Spirale in Schneckenform, gleichzeitig ein Hopi-Indianer-Labyrinth, der Mensch von Leonardo da Vinci, aber als Mann und Frau, ein Dogon-Ndebele-Muster aus Afrika, ein Plasma und der binäre Code/Digitalisierung.

1000 Euro der 15 000 Euro teuren Aktion übernimmt die Stadt

Wenn das Gerüst aufgebaut ist, sollen am 26. Juni die Vorarbeiten an der Stadtbibliothekswand beginnen, die Hauptarbeitszeit beginnt am 1. Juli. Eröffnet werden soll das Kunstwerk am 12. Juli um 15 Uhr. „Ich freue mich sehr, dass das Projekt in Dormagen umgesetzt wird, und danke allen Helfern“, erklärte Ellen Schönen-Hütten, Fachbereichsleiterin Kultur, Bildung und Sport. Rund um das Bild finden bis Oktober mehrere Veranstaltungen statt. Beim Projekt „Weltbaustellen“ des Eine-Welt-Netzwerks NRW geht es darum, die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung bekannter zu machen. 1000 Euro der 15 000 Euro teuren Aktion übernimmt die Stadt, den Rest das Netzwerk. cw-