Vorfall im Chempark Dormagen - Warnung für Anwohner

Geruchsbelästigung : Vorfall im Chempark Dormagen - Mitarbeiterin verletzt

Wegen eines Vorfalls im Chempark Dormagen sind am Dienstagmorgen Anwohner in dem Gebiet gewarnt worden. Eine Mitarbeiterin und ein Werkfeuerwehrmann wurden leicht verletzt.

Am Dienstagmorgen ist es zu einem Vorfall im Chempark Dormagen gekommen. Aus bisher unbekannter Ursache breitete sich in den Morgenstunden ein starker Geruch im Westteil des Werks aus. Die Stadt Köln informierte auch über Twitter über den Vorfall. Über die Warnapp Nina ging eine Meldung raus.

In dieser wurden Anwohner auf eine mögliche Geruchsbelästigung hingewiesen. Es wurde deshalb darum gebeten Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine akute Gesundheitsgefahr bestehe allerdings nicht, hieß es dort.

Chempark-Luftmesswagen und Messwagen der öffentlichen Feuerwehren, die innerhalb des Werks sowie im Kölner Norden und in Dormagen patroullierten, stellten keine Auffälligkeiten fest, teilte das Unternehmen mit.

Eine Mitarbeiterin und ein Werkfeuerwehrmann seien bei dem Ereignis leicht verletzt worden. Beide klagten vorübergehend über Atemwegsreizungen und Übelkeit, konnten nach ärztlicher Behandlung aber schon wieder an den Arbeitsplatz entlassen werden. Berufsfeuerwehr und Werkfeuerwehr haben auf dem Gelände Luftmessung durchgeführt.

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, hat der Vorfall auch Einfluss auf den Zugverkehr. Züge der Linie S11 aus Düsseldorf endeten in Dormagen. Züge aus Bergisch Gladbach endeten in Köln-Worringen. Der RE6 wurde von Köln/Bonn Flughafen bis Düsseldorf Flughafen über Köln Messe/Deutz umgeleitet. Die Sperrungen wurden am Nachmittag wieder aufgehoben.

Die Ursachenforschung dauerte am Nachmittag noch an. Als Ursprung sei die Kanalisation ausgemacht worden, teilte der Betreiber mit. Die Abwässer werden analysiert, um den oder die Verursacherstoffe zu ermitteln.

(red)
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