Verkehrsprobleme in Dormagen: Chaos auf „Krefelder“ nervt Anwohner

Verkehrsprobleme in Dormagen : Anwohner wünschen sich eine Einbahnstraße

Auf der Krefelder Straße herrscht regelmäßig Verkehrschaos. Der Unmut darüber ist groß.

Es ist vielleicht die schwierigste Straße von Dormagen: die Krefelder Straße, in der das Zusammenleben von Anwohnern, Besuchern, Auto- und Lkw-Fahrern, Lieferanten problematisch ist. Es herrscht seit Jahren Ärger und Unmut. Eine Lösung ist nicht in Sicht, aber es gibt Ideen und Wünsche, wie es besser laufen könnte. Eine davon heißt: Einbahnstraßen-Regelung.

Es geht vornehmlich um den Anfangsbereich der Krefelder Straße. Wer sich einen Eindruck von der Situation verschaffen möchte, der erhält ihn schnell in unterschiedlicher Ausprägung zu jeder Tag- und Nachtzeit. Da ist der Paketlieferant, der von der Walhovener Straße in die „Krefelder“ einbiegt und sofort an der Ecke hält, weil er ein paar Häuser weiter eine Sendung abgeben muss und das Weiterfahren für ihn aufgrund der Straßenenge zu kompliziert ist, und er ohnehin auf der Florastraße weiterfahren muss. Wenn jetzt weitere Fahrzeuge abbiegen und auf der Krefelder Straße aus entgegengesetzter Richtung ein Auto an der Ampel hält – dann geht erst einmal gar nichts mehr. Anwohner beobachteten vor ein paar Tagen einen Einsatz der Feuerwehr auf der Krefelder Straße, weil ein Rauchmelder Alarm geschlagen hatte. Es wurde richtig eng auf der Straße für die Einsatzkräfte. Aber: Die Verkehrssituation auf der Krefelder Straße wird, so sagte ein Stadtsprecher, von der Feuerwehr nicht als problematisch gesehen. „Da die Anfahrt aus verschiedenen Richtungen erfolgte, musste bei der Abfahrt etwas rangiert werden. Auch das ist an anderen Einsatzstellen genauso und nichts Besonderes.“

Die Stadt Dormagen
beurteilt die Lage anders

Eine klare Meinung hat Wolfgang Stracke: „Die Situation ist katastrophal“, sagt der Geschäftsführer der Spedition Malzburg. Der Deren Fahrer fahren regelmäßig in die Krefelder Straße und auf das Betriebsgelände, um dort zu tanken. Er meint die oft „nur mal kurz“ am Kiosk, vor dem, Ärztehaus oder an anderen Geschäften haltenden oder parkenden Autofahrer. „Dann ist die Straße schnell blockiert und es geht nichts mehr.“ Für Stracke gibt es nur eine Lösung: „Die Krefelder Straße muss zur Einbahnstraße werden. Das ist die einzig gescheite Lösung.“ Diese Ansicht vertritt auch Anwohner Claus Günter. Er ärgert sich vor allem über wildes Parken in den Abend- und Nachtstunden, auch auf Behindertenparkplätzen. „Da stehen dicke Schlitten stundenlang, aber die Stadt macht da nichts.“ Auch er setzt sich dafür ein, dass die Krefelder Straße zur Entlastung nur noch in eine Richtung befahren werden sollte. „Und zwar ab der Weingartenstraße in Richtung Walhovener Straße.“ Bei der Stadt wird die Lage in der Krefelder Straße anders beurteilt. „Wir haben keine Probleme dort“, sagt Sprecherin Christina Böttner. „Die Politessen kontrollieren täglich dort, und wer falsch parkt, kann sogar abgeschleppt werden.“ Die Probleme mit widerrechtlichem Parken auf Behindertenparkflächen sei bekannt, sagt sie: „Die Betreffenden bekommen regelmäßig ,Knöllchen’, wir gehen gegen ein solches Verhalten vor.“

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