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Thermografie: Kamera zeigt Schwachstellen auf

Thermografie: Kamera zeigt Schwachstellen auf

Verbraucherzentrale untersucht Häuser auf Wärmeverluste.

Dormagen. Unter dem Motto „So haben Sie sich und Ihr Haus noch nie gesehen“ nutzen interessierte Besucher die Möglichkeit, sich mit einer Wärmebildkamera aufnehmen zu lassen und sich über die derzeitige Thermografieaktion plus Energieberatung für ihr Eigenheim zu informieren. Wer ein Wärmeporträt von sich erstellen lässt, staunt nicht schlecht: Von rot über gelb bis grün leuchteten die Köpfe der Dormagener.

Bei der aktuellen Sonderaktion der Verbraucherzentrale NRW im Rhein-Kreis Neuss werden Wohnhäuser von außen auf Wärmeverluste untersucht. Das wird dann mit Thermografie-Aufnahmen festgehalten. Es ist der letzte Aufruf für dieses Jahr, denn für ein so genanntes Thermogramm muss es kalt sein. So kalt, dass der Unterschied zwischen der Temperatur im Haus und draußen mindestens 15 Grad Celsius sein muss. Erst dann werden die Schwachstellen richtig sichtbar.

Spätestens mit der nächsten Heizöl- oder Gasrechnung wird sich mancher fragen: Warum ist die Rechnung so hoch? Besonders alte Häuser verlieren viel Heizenergie durch Wände, Fenster, Dach oder Kellerböden. Das muss nicht sein. Die Wärmebildkamera spürt die energetischen Schwachstellen auf. Ohne die Hilfe von Experten allerdings, die sich mit Bauphysik und Thermografie auskennen, sind die Wärmebilder nicht viel wert. Erst eine fachkundige Interpretation der Bilder zeigt mögliche Schwachstellen auf.

Wo meist rote beziehungsweise helle Farben auf dem Thermogramm zu sehen sind, entweicht teure Heizenergie nach draußen. Hier fehlt eine ausreichende Dämmung. Doch was soll man zuerst machen? Die Fenster erneuern, die Wände dämmen, das Dach erneuern? Da kann der Sanierungswillige schnell graue Haare bekommen.

Daher bietet die Verbraucherzentrale NRW die Energieberatung zu Hause an. Ratsuchende erhalten eine Analyse der zuvor angefertigten Thermogramme. Wenn klar ist, wo die größten Verluste sind, empfiehlt ein Energieberater gezielt entsprechende Sanierungsmaßnahmen.

Der Verbraucher erhält ein Beratungsprotokoll und Informationen darüber, worauf er bei einer Investition in Energiespartechnik zu achten hat. Das Gesamtpaket aus Thermografie plus Energieberatung kostet 170 Euro.