Straberger See Dormagen: Autos versperren Rettungsweg

Straberger See in Dormagen : Wildparker blockieren Rettungsweg am See

Rettungswagen kam nicht zum „Strabi“.

. Die extremen Temperaturen haben am Wochenanfang viele Badelustige an den Straberg-Nievenheimer See („Strabi“) gelockt. Das wird am Wochenende nicht anders sein. Mit der Folge, dass eine ganze Reihe von Autofahrern sich keinen ordnungsgemäßen Parkplatz für ihren Untersatz gesucht haben, sondern versuchten, mit allen Mitteln so nahe wie möglich an den See zu kommen. Sie befuhren trotz Verbotsschilder den hinteren, in Richtung Nievenheim gelegenen Zufahrtsweg, stellten ihr Auto einfach am Rand ab und blockierten so den Weg für Rettungsfahrzeuge.

„Das war unschön“, sagt Jörg Dittmar, Pressesprecher der DLRG Dormagen, die am Strabi für Sicherheit sorgt. Ein Rettungswagen der Feuerwehr Dormagen, der glücklicherweise nicht auf Einsatzfahrt war, kam einfach nicht durch. „Wir haben dann in Absprache mit dem Betreiber des Badesees, den Kreiswerken Grevenbroich, die Polizei angerufen.“ Die kam auch, sah sich die Lage an und bestellte einen Abschleppwagen. Der brauchte dann kein Auto aufladen, weil die Besitzer die Aktion mitbekommen hatten und ihr Auto wegfuhren – allerdings nicht ohne „Knöllchen“ der Polizei.

Die Stadt reagiert: Das Ordnungsamt ist am Wochenende mit der Polizei gegen Falschparker am Straberger See im Einsatz. Dabei nehmen die Einsatzkräfte Falschparker, aber auch Umweltsünder ins Visier.

Einsatzkräfte wollen für Relevanz freier Rettungswege sensibilisieren

„Wir wollen mit diesen gezielten Schwerpunktkontrollen in erster Linie sicherstellen, dass Rettungswege freigehalten werden“, erklärt Ordnungsdezernent Robert Krumbein. „Die Kollegen werden nicht nur abschleppen und verwarnen, sondern  auch darauf achten, dass Müll nicht achtlos in der Natur entsorgt wird, und Fehlverhalten ebenfalls ahnden“, so Krumbein weiter. In Gesprächen mit den Betroffenen wollen die Einsatzkräfte für die Wichtigkeit von freien Rettungswegen sensibilisieren: „Es geht darum, dass Menschen in Notlagen von den Rettern schnell erreicht werden können.“ schum

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