Stadtteilgespräch in Dormagen: Hackenbroicher fordern mehr Kontrollen

Stadtteilgespräch in Dormagen : Hackenbroicher monieren fehlende Sicherheit

Beim Stadtteilgespräch berichten Bürger, dass sie sich an gewissen Orten unsicher fühlen.

Rund 100 Hackenbroicher diskutierten beim Stadtteilgespräch mit Bürgermeister Erik Lierenfeld am Dienstag Themen, die ihnen am Herzen liegen. Das waren vor allem Baupläne, Nahversorgung und Verkehr, aber auch Sicherheit, Ordnung, Müll und Randale. „Die rege Diskussion zeigt das Engagement der Hackenbroicher für ihren Stadtteil“, zog Lierenfeld ein positives Fazit. „Die Verwaltung hat wieder ein paar neue Ideen und Anregungen mitgenommen.“ So auch die, ob nicht der Weg vom Nordwesten her zur Grundschule Burg, wo die Bürgerversammlung stattfand, besser hergerichtet werden könne. Zwei neue Standpunkte für eine verdeckte Verkehrsmessung sollen Raser auffliegen lassen.

Die Heimatfreunde
zeigten historische Filme

Von zahlreichen Hackenbroichern wurden Orte genannt, an denen sich mehrere Gruppen aufhalten, die Müll, Dreck und Glas hinterlassen – „wo ich mich im Dunkeln nicht mehr hintraue“, wie es eine Bürgerin formulierte. Mehrere Hackenbroicher forderten mehr Kontrollen durch die Polizei oder das städtische Ordnungsamt. Wie Teamleiter Thomas Rütten ausführte, habe es 2019 bereits 80 Kontrollen des Ordnungsamtes abends und am Wochenende in Hackenbroich gegeben, insgesamt 521 Einsätze: „Das Problem ist natürlich, dass wir nur dann eingreifen können, wenn sie etwas Verbotenes tun.“ Wie der Hackenbroicher Bezirksbeamte Stefan Bily betonte, wird von der Polizei in Hackenbroich regelmäßig kontrolliert: „An der Grundschule ist jedoch kein Schwerpunkt der Kriminalität festzustellen.“ Auf Forderungen der Bürger, die Präsenz gerade in den Abendstunden zu verbessern, verwies der Bürgermeister darauf, dass für einen Schichtbetrieb zu wenige Mitarbeiter vorhanden seien – und eine Aufstockung der Stellen gerade in Frage gestellt werde.

Zu Beginn hatte Otto Ohligschläger von den Hackenbroicher Heimatfreunden zwei Filme von 1962 und 1984 kommentiert, die die Begrüßung des neuen Pastors und das traditionelle Aufstellen des neuen Wetterhahns auf der Kirchturmspitze von St. Katharina zeigten. „Wir bieten historische Filme zukünftig immer vor den Stadtteilgesprächen an“, erklärte der Bürgermeister.

Stefan Buchartz vom Schützenzug „Burg-Junge“ informierte über die vielen Initiativen, mit denen die 1953 abgerissene Burg wieder „sichtbar“ gemacht werden soll: Bisher sind eine Informationstafel geplant, es gibt ein 3D-Modell und Brotdosen sowie eine Malaktion mit der Kita St. Katharina. „Wir wollen auch einen Thementag mit Zeitzeugen der Burg veranstalten“, sagt Stefan
Buchhartz.