Soziale Stadt Horrem in Dormagen: Kritik an Kreisverkehr Weilerstraße

Soziale Stadt Horrem : Neue Verkehrsführung missfällt Anwohnern

Parkplätze „Am Hagedorn“ sollen bleiben.

Wie bei jeder Bürgerversammlung spielte das Thema Verkehr und Parkplätze auch bei der Veranstaltung zur „Sozialen Stadt Horrem“ eine große Rolle. Anwohner der Straße „Am Hagedorn“ kritisierten die neue Verkehrsführung, die aus der Stichstraße eine Durchgangsstraße gemacht hat. „Dort fahren jetzt auch Busse und es herrscht viel Verkehr, der nicht gut an den parkenden Autos vorbei kommt“, sagte eine Anwohnerin.

Der Busverkehr muss während der Bauzeit des Kreisverkehrs an der nördlichen Weilerstraße, die etwas länger dauerte als erwartet, über „Am Hagedorn“ provisorisch umgeleitet werden. „Mit Fertigstellung des Kreisverkehrs wird der Busverkehr wieder wie bisher über die Weilerstraße geführt“, versicherte der städtische Projektkoordinator Detlev Falke. Er rechnet damit, dass die wegen des Wetters und Problemen mit nicht in Plänen verzeichneten Leitungen verzögerten Bauarbeiten am Kreisverkehr „nach Karneval beendet“ sind.

Es geht darum, den Verkehr
insgesamt besser zu verteilen

Der Kreisverkehr soll die Straße „Am Hagedorn“ direkt anbinden, so dass die Anwohner nicht über Weilerstraße und Heinrich-Meising-Straße einen Umweg fahren müssen. In der Bürgerversammlung erläuterte Bürgermeister Erik Lierenfeld, dass es sich um eine Gesamtbetrachtung handele: „Natürlich haben Sie am Hagedorn durch die neue Verkehrsführung mehr Autos in ihrer Straße, dafür werden aber andere Straßen entlastet. Es geht darum, den Verkehr insgesamt besser zu verteilen“, erläuterte er, dass so 2500 Fahrzeuge täglich aus Horrem herausgehalten werden sollen.

Ein Horremer nannte den Bau des Kreisverkehrs an der Weilerstraße gar eine „Parkplatzvernichtung“, da dort Stellplätze wegfallen würden – auch solche, die für den Bau der Häuser als Stellplätze „notwendigerweise vorgehalten werden sollten“. Auf Anfrage unserer Redaktion widersprach die Stadt: „Durch den Bau des Kreisverkehrs werden keinerlei öffentliche Flächen in Anspruch genommen, auf denen vorher Stellplätze waren“, erklärte Stadt-Pressesprecher Max Laufer. Die zwei provisorischen Bushaltestellen würden nach den Bauarbeiten „selbstverständlich wieder entfernt“. „Es ist im Rahmen des Stadtteilprojekts Soziale Stadt auch nicht vorgesehen, dass dort in Zukunft Stellplätze entfallen“, so Laufer. „Am Hagedorn“ sei eine Änderung der Parkordnung oder Anordnung von Halteverboten weder beabsichtigt noch notwendig.

Mehr von Westdeutsche Zeitung