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Schulanmeldungen in Dormagen: Minus-Rekord für Sekundarschule

Schulanmeldungen in Dormagen : Sekundarschule Dormagen zählt nur 25 Anmeldungen

Schule erfüllt nicht die Mindestbedingungen der Eingangsklassen.

Das Anmeldeverfahren für die weiterführenden städtischen Schulen ist weitestgehend so verlaufen, wie es zu erwarten war: Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Nievenheim ist wieder einmal die am stärksten nachgefragte Schule. Die beiden Gymnasien sowie die Realschule liegen sehr stabil, am Ende der Beliebtheitsskala liegt weit abgeschlagen die Sekundarschule. Deren Leiterin Bettina Mazurek muss das schwächste Anmeldeergebnis seit der Eröffnung 2014 konstatieren: 25 Kinder wurden von ihren Eltern dort angemeldet. Die Mindestbedingungen sind ganz andere: 75 Schüler für drei Eingangsklassen.

Der Erste Beigeordneter Robert Krumbein, in dessen Fachbereich die Schulen fallen, zeigte sich enttäuscht: „Dieses Ergebnis ist bedauerlich, weil an der Schule ein hoch engagiertes Kollegium unter mickrigen Bedingungen arbeitet.“ Damit meint er das Provisorium am Max-Reger-Weg/Beethovenstraße, wo die Sekundarschule in den Räumen der ehemaligen Realschule am Sportpark untergebracht ist, während am eigentlichen Standort in der Nähe saniert und neu gebaut wird. Aufgrund gravierender Missstände im Eigenbetrieb der Stadt verzögert sich die Fertigstellung. „Das ist jetzt natürlich nicht das passende Schulgebäude“, so Krumbein, der von einer „total verkorksten baulichen Situation“ spricht.

2019 hatte die Sekundarschule 28 Anmeldungen im Verfahren erreicht, 2018 waren es 31. Die Mindestzahl wurde bislang nicht annähernd erreicht. Die auf vier Eingangsklassen aufgestockte Schule wird jetzt vor allem an der Gesamtschule abgelehnte Schüler aufnehmen. Hinzu könnten noch einige der zehn Kinder kommen, die laut Krumbein noch nicht angemeldet worden sind. In Nievenheim wurden 236 Kinder an der Gesamtschule angemeldet. Unter Berücksichtigung von sechs Eingangsklassen sowie Inklusionskindern musste Schulleiterin Andrea Hurtz mehr als 60 Kindern eine Ablehnung zukommen lassen. Hurtz zeigte sich über die „überwältigende“ Nachfrage nach einem Platz in der Sportklasse des BvS erfreut. Dort habe es viele Ablehnungen gegeben.

Am Leibniz-Gymnasium fangen auch 82 Schüler aus Köln an

An den anderen weiterführenden Schulen passte es. Die Realschule Hackenbroich ist mit den 108 Kindern (Vorjahr 148 Anmeldungen, 40 Abweisungen) „voll“, wie Krumbein sagte. „Ich bin sehr froh, dass allen Kindern ein Platz gegeben werden konnte“, sagte Schulleiter Alois Moritz: „Wir fühlen uns in unserer Arbeit trotz der schwierigen äußeren Bedingungen bestätigt.“ Zwei der vier Eingangsklassen arbeiten inklusiv, also mit Kindern mit Förderbedarf. Nahezu identisch war das Interesse an den beiden Gymnasien: 108 Kinder besuchen künftig die fünften Klassen am Bettina-von-Arnim-Gymnasium (Vorjahr 95 Anmeldungen), 107 das Leibniz-Gymnasium (Vorjahr 119 Anmeldungen). Von einer „Punktlandung“ spricht BvA-Schulleiter Theodor Lindner, der mit der Resonanz ebenso sehr zufrieden ist wie sein Kollege Heribert Kremer vom „Leibniz“. „Insgesamt haben wir eine bessere Akzeptanz als in früheren Jahren“, so Lindner. Er verweist auf den hohen Anteil von Dormagener Schülern (100 von 108) unter den angemeldeten Kindern. Laut Stadt sind es 82 Kinder aus Köln, die sich an Schulen in Dormagen beworben haben. Eine Rolle dürfte dabei die bessere Erreichbarkeit vor allem der beiden Schulen in Hackenbroich spielen gegenüber weiter entfernt liegenden Schulen in Köln.

Nach Angaben der Stadt hat das private Norbert-Gymnasium in Knechtsteden im vorgezogenen Anmeldeverfahren 50 Viertklässler aus Dormagen aufgenommen. Zehn Dormagener Kinder besuchen im kommenden Schuljahr Schulen außerhalb der Stadt, zum Beispiel das Marienberg-Gymnasium in Neuss. schum