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Sankt Maik in Dormagen: Ärger um Dreharbeiten in Zons

Sankt Maik in Dormagen : Dreharbeiten sorgen für Ärger bei Anwohnern

Serie „Sankt Maik“: Anwohner beschweren sich über Parkverbote und Sperrungen.

Zurzeit wird wieder „Sankt Maik“ in der Altstadt Zons gedreht: Die Produktionsfirma Ufa Fiction filmt dort vom 11. bis 14. August sowie vom 18. bis 21. August Teile der dritten und letzten Staffel der erfolgreichen RTL-Serie. Und wie im Vorjahr beschweren sich einige Anwohner über Absperrungen, Parkverbote und die „Blockade“ des Rheintorparkplatzes, auch in sozialen Netzwerken. CDU-Ratsherr Karl Kress wandte sich erneut an Bürgermeister Erik Lierenfeld (SPD), um Auflagen an die Filmcrew und Informationsflüsse zu klären: „Entgegen aller gemachten Zusagen wurden die ohnehin schon stark belasteten Anwohner wieder nicht informiert“, schreibt Kress.

Dem hält Lierenfeld in seiner Antwort entgegen: „Laut Aufnahmeleitung wurden bereits vor ca. zwei oder drei Wochen Handzettel mit den genauen Drehterminen in der Altstadt verteilt.“ Zur Genehmigung der Stadt gehören die Film-Erlaubnis, das Einrichten von Halteverbotszonen und Intervallsperrungen von Straßen und Gehwegen von maximal fünf Minuten. Die Filmfirma habe sich zudem mit den Schützen wegen der „Schaustellertour“ von Freitag bis Sonntag auf dem Rheintorparkplatz einvernehmlich abgestimmt, so Lierenfeld. Denn für die Logistik, Anhänger und Aufenthaltsmobile greift die Filmcrew auf den Parkplatz zurück. Ursprünglich sollten die rund 26 Drehtage im Februar/März und April/Mai in Zons abgehalten werden. „Auf Grund der Corona-Situation haben sich die Filmaufnahmen deutlich verspätet“, erklärt Lierenfeld. In der Erlaubnis sei auch auf die Beachtung der Corona-Schutzverordnung hingewiesen worden. „Der Außendienst wird dies im Rahmen der personellen Möglichkeiten kontrollieren“, sagt der Bürgermeister. Bei einer Anwohnerversammlung mit der Ufa Fiction im Dezember 2019 hatten einige Zonser ihre Erlebnisse mit dem Filmteam bei den vorherigen Dreharbeiten geschildert. Nach Kritik an blockierten Parkplätzen, permanentem Aufgehaltenwerden, Müll und unfreundlichen Mitarbeitern sicherte der Produktionsleiter Kai Keppner Besserung und mehr Rücksicht zu. Er werde seine Mitarbeiter zum freundlicheren Umgang gerade bei den Intervallsperrungen anhalten: „Ich lege großen Wert darauf, dass alle Mitarbeiter freundlich sind und mit den Anwohnern gut kommunizieren.“ Zudem hatte die Filmfirma zugesagt, einen Großteil der Kosten für die neue Altstadt-Weihnachtsbeleuchtung beizusteuern.