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Lokale Allianz Dormagen: Einblicke in Unternehmen

Lokale Allianz Dormagen: Einblicke in Unternehmen

Mitarbeiter der „Thementische“ präsentieren erste konkrete Ergebnisse.

Dormagen. Mehr Akzeptanz für die Industrie am Standort schaffen, Rahmenbedingungen für das produzierende Gewerbe verbessern, Wirtschaftskraft langfristig halten — mit diesen Zielen ging im November 2010 die Lokale Allianz Dormagen mit 115 Akteuren aus Unternehmen, Verwaltung, Verbänden und Vereinen an den Start. Im Kreiskulturzentrum Zons wurden jetzt erste konkrete Arbeitsergebnisse präsentiert.

Am Thementisch Wirtschaft ist das Projekt „Industriepunkte“ entstanden. „Dahinter steht die Idee, den Menschen die Wirtschaftskraft der Region vorzustellen“, erläuterte Thementisch-Leiter Guido Schenk. Acht Dormagener Unternehmen sollen dafür am Abend des 29. Juni ihre Türen für Besucher öffnen und einen Einblick in die Produktion geben. „Verbunden werden diese acht Industriepunkte durch einen kostenlosen Shuttlebus, der am Marktplatz abfährt und die Gäste auf vier Touren zu den Unternehmen bringt“, erklärt Schenk.

Gegliedert sind die Touren etwa in die Themenbereiche Kunststoff und Chemie, Recycling und Entsorgung sowie Transport und Verkehr. Vier Firmen haben ihre Teilnahme bereits zugesagt, vier weitere können sich bei der Wirtschaftsförderung (Tel. 02133/25 74 36) oder der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft (Tel. 02133/276 28 15) anmelden.

Mit dem demografischen Wandel beschäftigt sich ein Thementisch unter Leitung von Lidia Wygasch-Bierling und hat dazu 300 Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren befragt. Schüler des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden haben die Umfrageergebnisse ausgewertet und filmisch aufbereitet. Am 3. Juli wird der Film im Dormagener Cineplex-Kino vorgeführt.

Der steigenden Zahl Alter und Hilfebedürftiger trägt die Initiative „Wir für Horrem“ Rechnung, die ebenfalls auf eine Idee der Lokalen Allianz zurückgeht. „Hilfe für die, die keinen Anspruch auf bezahlte Pflege haben“ umreißt Allgemeinmediziner Dr. Norbert Sijben den Sinn des Stadtteilprojekts, das mit finanzieller Unterstützung des Chemparks Mitte April anläuft und im wesentlichen eine Vollzeit besetzte Kontaktstelle umfasst, bei der Horremer Senioren praktische Unterstützung im Alltag bestellen können.

Drei Radtouren durch das Dormagener Stadtgebiet, auf denen sich die Wechselwirkung von Natur und Industrie beobachten lässt, sind am Thementisch Umwelt und Gesundheit entstanden.