LED-Leuchten: „Botschafter des Klimaschutzes“

LED-Leuchten: „Botschafter des Klimaschutzes“

LED-Leuchten werden ab Mai in Zons und Gohr eingeführt.

Dormagen. Die LED-Technik hält nun auch in der Dormagener Straßenbeleuchtung Einzug. Bereits seit Januar erhellen die ersten Probelampen nachts das Neubaugebiet Nördliches Malerviertel in Horrem. Nun feiert das neue Licht in ganzen Straßenzügen Premiere: In Zons und Gohr werden ab Mai die rund 40 Jahre alten Lampen an der Lessingstraße, der Nievenheimer Straße und der Odilienstraße durch 49 Leuchten der künftigen Generation ersetzt.

Die Stadt erhält dazu Zuschüsse aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. „LED-Leuchten sind zwar immer noch dreimal so teuer wie konventionelle Leuchten, sie sparen aber mehr als 60 Prozent Energie ein“, erläutert Lothar Brenner, bei den Technischen Betrieben Dormagen zuständig für die Straßenbeleuchtung.

Bereits in den Jahren 2007 und 2008 hatte die Stadt erhebliche Anstrengungen unternommen, um das nächtliche Licht auf Straßen und Plätzen zu modernisieren. In Zusammenarbeit mit einem Dienstleister, der die Vorfinanzierung übernahm, wurden damals die alten Quecksilberdampflampen auf Natriumdampfleuchten umgestellt. Neue Steuerungsgeräte dimmen das Licht zudem in den späten Nachtstunden allmählich herab. Das Resultat dieser Bemühungen: Rund 45 Prozent der Energie werden seither bei der Straßenbeleuchtung eingespart.

„Pro Jahr verbrauchen wir 1,4 Millionen Kilowattstunden weniger, das senkt den CO2-Ausstoß um etwa 830 Tonnen“, so Brenner. Auch finanziell lohnt sich der Einsatz für die TBD. „Ab 2013, wenn die Beteiligung des Privatunternehmens an den Einspareffekten ausgelaufen ist, senken wir unsere Stromkosten nach heutigen Preisen um mehr als 240 000 Euro jährlich“, sagt TBD-Vorstand Gottfried Koch.

Mit der LED-Technik beginnt nun schon wieder ein neues Zeitalter. Die Leuchtdioden werden zunächst in Straßenzügen eingeführt, wo die Leuchtkörper zwar bereits modernisiert wurden, aber auch die restliche Technik inzwischen in die Jahre gekommen ist. „Hier empfiehlt es sich, komplett auf LED umzurüsten“, macht Brenner deutlich.

Die neuen Lampen für Zons und Gohr kosten rund 32 000 Euro, das Bundesumweltministerium übernimmt 40 Prozent dieser Summe. In einem Brief bezeichnete Bundesumweltminister Norbert Röttgen die Stadt Dormagen wegen ihrer sparsamen Straßenbeleuchtung als „Botschafter des Klimaschutzes“. Seit Anfang 2011 werden die Laternen auch alle mit Ökostrom betrieben. Red

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