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Integrationsrat: Gedenkstätte für Opfer rechter Gewalt in Dormagen

Integrationsrat Dormagen : Gedenkstätte für Opfer rechter Gewalt geplant

Baumgruppe und eine Plakette sollen das Denkmal an der Haberlandstraße bilden.

Der Integrationsrat in Dormagen möchte ein Zeichen setzen, um an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt zu erinnern. Das Gremium folgte in seiner jüngsten Sitzung einstimmig einem Antrag der „Liste der Einheit“, die die Errichtung einer entsprechenden Gedenkstätte vorgeschlagen hatte.

Einmütigkeit gab es auch bei der Frage, an welcher Stelle sie entstehen soll. Favorisiert wird ein Areal an der Haberlandstraße, in der Nähe des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums. „Die Stadtverwaltung und die Technischen Betriebe Dormagen werden dies nun prüfen“, berichtete Mehmet Güneysu, der Vorsitzende des I ntegrationsrats.

Wie die Gedenkstätte gestaltet werden soll, ist bereits klar: Sie soll aus elf neu gepflanzten Bäumen und einer Gedenkplatte bestehen. Wichtig ist der „Liste der Einheit“, dass die Stätte dem Anspruch gerecht wird, über die Dimension der Verbrechen zu informieren. „Die Maßnahme wird nach ersten groben Schätzungen Kosten von circa 4000 Euro verursachen. Die Mittel stehen im Wirtschaftsplan der Technischen Betriebe zur Verfügung“, schreibt Dormagens Erster Beigeordneter Harald Krumbein in einer Unterlage für den Integrationsrat.

Offen ist laut Güneysu, wer künftig die Pflege der Mahnstätte übernimmt. „Darüber wird noch diskutiert“, sagte er.

Unterdessen sucht der Integrationsrat Interessierte, die künftig in dem Gremium politisch aktiv werden möchten. „Das können gerne junge Menschen sein“, betonte Güneysu, der die Bedeutung dieser Aufgabe für die Integration in die Dormagener Gesellschaft herausstellte. Potenzielle Kandidaten dürften fest mit Unterstützung rechnen. Sie würden ausführlich auf ihre neue Aufgabe vorbereitet, versprach der Vorsitzende.

Wer sich ein Engagement im städtischen Integrationsrat Dormagen vorstellen könne, solle sich telefonisch bei der Geschäftsstelle des Integrationsrates melden: Kontakt unter Tel. 02133/257517. „Interessierte können sich aber auch direkt an mich wenden“, sagte Güneysu. ssc